AKS: Auf diese BU-Alternativen setzen Vermittler

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Viele wollen eine BU-Versicherung, doch bekommen keine zu vernünftigen Konditionen. Welche Alternativen Vermittler bevorzugen, welche Zielgruppen hierfür infrage kommen und auf was in Zukunft gesetzt werden soll, zeigt eine Umfrage von Franke und Bornberg.

Keine BU möglich? Welche Alternativen Vermittler empfehlen.

Keine BU möglich? Welche Alternativen Vermittler empfehlen. Foto: kaleen - Pixabay.de

Wer eine BU-Versicherung möchte, der bekommt sie in den meisten Fällen auch – diesen Eindruck möchte die deutsche Versicherungswirtschaft gerne vermitteln und lässt über ihren Interessenverband, den GDV, gerne entsprechende Statistiken veröffentlichen. Laut der jüngsten mussten die Versicherer demnach nur vier Prozent aller Anträge ablehnen, weil das Risiko aus ihrer Sicht zu hoch ausfiel. Eine Aussage, die von Maklerseite prompt kritisiert worden war.  

Denn oftmals ist die BU-Versicherung für viele Menschen schlicht und einfach unerschwinglich. Andere bekommen die BU-Versicherung nur mit umfangreichen Einschränkungen angeboten.  Andere Produkte sind folglich gefragt, sprich Grundfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitspolicen, Dread-Disease- oder Multirisk-Policen. Diese bieten zwar keine vollwertige Alternative zur BU-Versicherung, können aber für bestimmte Zielgruppen dennoch eine interessante Option darstellen.  

Das sieht offenbar auch das überwiegende Gros der Makler so, wie eine neue Umfrage des Hannoveraner Analysehauses Franke und Bornberg zeigt. 613 Versicherungsvermittler (und 50 weitere Beschäftigte von Versicherungsunternehmen) wurden in diesem Zusammenhang befragt – nun wurden die ersten Ergebnisse präsentiert.  

Diesen zufolge setzt nur ein kleiner Teil der Vermittlerschaft ausschließlich auf die BU-Versicherung zur Absicherung der Arbeitskraft – 92 Prozent ziehen indes für ihre Kunden auch andere Produkte in Betracht. Vor vier Jahren lag dieser Wert noch bei 89 Prozent.  

Vor allem die Grundfähigkeitsversicherung steht hier für Vermittler unter den Alternativprodukten an erster Stelle: 76 Prozent gaben an, ein solches Produkt bereits aktiv ihren Kunden angeboten zu haben (Über die Vor- und Nachteile von Grundfähigkeitspolicen sprach procontra mit Consilium-Geschäftsführer Alexander Schrehardt).  

Auf den weiteren Plätzen folgen Dread-Disease-Policen (70 Prozent), Erwerbsunfähigkeitsversicherung (55) sowie Multi-Risk-Policen (48 Prozent). Eine sogenannte „BU light“, also beispielsweise eine temporäre BU-Versicherung oder eine mit abweichende Leistungen, spielte für Vermittler indes eine nur untergeordnete Rolle. Gerade einmal acht Prozent der Vermittler boten eine solche ihren Kunden an.  

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