W&W: Mehr Investitionen, weniger Mitarbeiter

Versicherungen von Martin Thaler

Insgesamt 820 Millionen Euro will die W&W-Gruppe in den kommenden drei Jahren in die Digitalisierung des Unternehmens investieren. Dies bedeutet gleichzeitig einen Abbau bei den Beschäftigten.

Die W&W-Gruppe will massiv in die Digitalisierung investieren.

Die W&W-Gruppe will massiv in die Digitalisierung investieren. Foto: W&W

Der W&W-Konzern will massiv in die Digitalisierung des eigenen Unternehmens investieren. Von 2018 bis 2020 will die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe insgesamt rund 820 Millionen Euro investieren, die sowohl in digitale Produkte und Prozesse, aber auch in die Qualifizierung der Mitarbeiter fließen sollen. Das sind 170 Millionen Euro mehr als in den vergangenen drei Jahren. Laut W&W handele es sich hierbei um das „größte Investitionsprogramm in der Geschichte des Unternehmens“.  

Vorstandsvorsitzender Jürgen A. Junker verwies bei der Vorstellung des Konzernergebnisses des vergangenen Jahres (258 Millionen Euro, ein Plus von 9,6 Prozent) auch auf die bereits vollzogenen „wichtigen Schritte“. So hatte die Württembergische, die Versicherung der W&W-Gruppe im vergangenen Jahr den Digitalversicherer „Adam Riese“ aus der Taufe gehoben, der nach Unternehmensangaben bereits mehrere tausend Verträge im Bereich Privathaftpflicht policiert haben soll. Erst Anfang März hatte „Adam Riese“ bekannt gegeben, das Angebot um eine Rechtschutzversicherung erweitern zu wollen.  

Neben der Gründung von „Adam Riese“ hat sich W&W auch maßgeblich, mit 75 Prozent, am Münchener FinTech-Unternehmen treefin beteiligt und somit Zugriff auf dessen „digitalen Finanzassistenten“ gewonnen.

Verbunden ist die fortschreitende Digitalisierung des Unternehmens jedoch auch mit einem Abbau bei den Mitarbeitern. So soll laut Angaben der Nachrichtenagentur dpa die Zahl der Beschäftigten kontinuierlich sinken, indem nicht jeder Mitarbeiter, der in Rente gehe, ersetzt wird. Darüber hinaus war bereits im Februar bekannt geworden, dass bei der Württembergischen durch eine Umstrukturierung des Vertriebsinnendienstes insgesamt 60 der dortigen 160 Vollzeitstellen abgebaut werden.  

Die Nachrichtenagentur dpa vermeldete, dass die Zahl der Mitarbeiter bei W&W insgesamt im vergangenen Jahr um 150 Personen auf nun 6.600 Beschäftigte zurückging.

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