Warum die BU-Rente nicht bewilligt wird

Versicherungen Top News von Florian Burghardt

Immer wieder gibt es Kritik an der Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie sei teuer und würde angeblich oft nicht leisten. Zu den Ablehnungsgründen äußerte sich nun der GDV. Dabei ging man auch auf die durchschnittliche BU-Rente und Bewilligungsdauer ein.

Der GDV machte nun Angaben dazu, aus welchen Gründen es wie oft nicht zur Leistungsbewilligung kommt.

Der GDV machte nun Angaben dazu, aus welchen Gründen es wie oft nicht zur Leistungsbewilligung kommt. Bild: qimono/Pixabay

Von Vermittlerseite wird sie zumeist als eine der elementarsten Absicherungen gleich nach der privaten Haftpflichtpolice genannt: Die Berufsunfähigkeitsversicherung. Dennoch keimt auch immer wieder Kritik an dieser Form der Arbeitskraftabsicherung auf. Im vergangenen Jahr wollten ihr gleich mehrere Verbraucherschützer den Sinn absprechen und erst dieser Tage bezeichnete sie der finanzpolitische Sprecher der Grünen, Dr. Gerhard Schick, als nicht mehr als einen „zentralen Ergänzungsbaustein“.

Andererseits hat sich die Anzahl der BU-Verträge seit dem Jahr 1999 auf nun über vier Millionen Stück beinahe verzehnfacht. Dazu kommen über 12 Millionen Zusatzverträge. Kommt es zum Leistungsfall, liegt die durchschnittlich pro Jahr und Kopf ausgezahlte BU-Rente bei 7.551 Euro, also knapp 630 Euro monatlich. Das hat nun der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitgeteilt. Die Daten stammen aus dem Jahr 2015. Aktuellere liegen dem GDV nicht vor.

Laut Zahlen der Bundesregierung lag die durchschnittliche versicherte BU-Rente im Jahr 2015 übrigens bei 12.300 Euro jährlich. In den 7.551 Euro sind keine Beitragsrückerstattungen enthalten. Es handelt sich um reine Leistungszahlungen, wie eine GDV-Sprecherin auf procontra-Nachfrage erklärte.

Seite 1: GDV macht Angaben zur BU-Rente
Seite 2: Gründe für Nicht-Leistung und Bearbeitungsdauer

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare