Trotz Rekordgewinn: Ziel für R+V außer Reichweite?

Versicherungen von Florian Burghardt

Ebenso wie bei der Allianz drückte auch bei der R+V ein überdurchschnittlich hoher Elementarschadenaufwand das letztendliche Ergebnis. Die Leistungen im Bereich Schaden/Unfall fielen mit 4,2 Milliarden Euro um 3,8 Prozent höher aus als im Jahr 2016. Insgesamt wurden bei der R+V im vergangenen Jahr 115.000 Elementarschäden verzeichnet (2016: 77.000).

Ihren Kundenbestand konnte die R+V im Jahr 2017 von 8,3 auf 8,4 Millionen ausbauen. Weitere positive Effekte werden zukünftig auch von der bAV-Kooperation mit Union Investment erwartet.

Auf Kurs?

Doch trotz des Rekordgewinns und vieler positiver Entwicklungen hinkt die R+V einem selbstgesteckten Ziel hinterher. Denn der Versicherer hatte vor einem Jahr verkündet, zu seinem 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2022 jährliche Beitragseinnahmen in Höhe von 20 Milliarden Euro verbuchen zu wollen. In 2017 gab es bei der R+V Gruppe einen Anstieg um 3,0 Prozent auf 16,230 Milliarden Euro gebuchte Bruttobeiträge. Allerdings käme die Gruppe bei diesem Wachstum auch exponentiell betrachtet zum Jahresende 2022 nur auf knapp 19 Milliarden Euro.

Mut machen dafür die Ergebnisse der ersten beiden Monate des laufenden Jahres. Der Beitragszuwachs lag in diesem Zeitraum bereits um 7,1 Prozent über dem des Jahres 2016.

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