Trotz Rekordgewinn: Ziel für R+V außer Reichweite?

Versicherungen von Florian Burghardt

Mehr Gewinn, mehr Mitarbeiter – die R+V Versicherungen blicken auf ein starkes Geschäftsjahr 2017 zurück. Ein ehrgeiziges Ziel scheint mit Blick auf die Zahlen aber etwas zu hochgesteckt.

Das Strategieprojekt „Wachstum durch Wandel“ zeigt bei der R+V erste Erfolge.

Das Strategieprojekt „Wachstum durch Wandel“ zeigt bei der R+V erste Erfolge. Bild: R+V

Die R+V Versicherung befindet sich mitten in ihrer Erneuerung. Einige Punkte ihres Strategieprojekts „Wachstum durch Wandel“ konnte sie bereits im Geschäftsjahr 2017 anpacken. „‘Wachstum durch Wandel‘ ist für uns ganz klar kein Kostensenkungs- und Stellenabbau-Programm“, betonte der R+V-Vorstandsvorsitzende Dr. Norbert Rollinger heute im Rahmen der Bilanzpressekonferenz.

Das Gegenteil ist der Fall. Nach einem Zuwachs von 270 Beschäftigten in Deutschland im Jahr 2016 konnte die R+V auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 220 neue Stellen schaffen und verfügte zum 31.12.2017 im Inland über 15.341 Mitarbeiter. Im Ausland wurden hingegen 33 Stellen abgebaut.

Die Modernisierungen der Gruppe im Bereich der Videoberatung sind nach außen hin sowohl für die Kunden als auch die Vertriebspartner sichtbar. Wie die R+V mitteilt, führten von den ersten 1.000 Beratungen dieser Art rund die Hälfte zu einem Vertragsabschluss. Dieser Bereich soll in Zukunft weiter ausgebaut werden.

Höchster Gewinn der Konzerngeschichte

Unter dem Strich steht bei der R+V mit dem Jahr 2017 der höchste Konzerngewinn der Unternehmensgeschichte. Mit 795 Millionen Euro lag dieser um 16,6 Prozent über dem des Vorjahres. Unter anderem lag dies an einem Beitragsplus von 17,8 Prozent in der übernommenen Rückversicherung (+315 Millionen Euro), aber auch an einem steuerlichen Sondereffekt aufgrund des Investmentsteuerreformgesetzes.

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