Zweites bAV-Konsortium bringt Bewegung in den Markt

Versicherungen Top News von Martin Thaler

  „Die Deutsche Betriebsrente“ ist im Zusammenhang mit dem BRSG bereits das zweite bAV-Konsortium, das sich gebildet hat. So haben sich bereits die genossenschaftlich geprägten Barmenia, Debeka, Gothaer, Huk-Coburg und Die Stuttgarter zum Konsortium „Das Rentenwerk“ zusammengeschlossen. Im Juli des vergangenen Jahres erhielten die fünf Versicherer dann auch die notwendige Zustimmung durch das Bundeskartellamt.  

Auch unabhängig vom Sozialpartnermodell hat die damalige Bundesregierung mehrere Impulse kreiert, die insbesondere Geringverdiener von der betrieblichen Altersversorgung überzeugen soll. So wurde unter anderem ein Freibetrag von rund 200 Euro monatlich eingeführt, der nicht mehr auf die Grundsicherung angerechnet wird. Ein weiterer Ansatz ist der neue bAV-Förderbetrag. Zahlt der Arbeitgeber für Geringverdiener (Verdienst bis 2.200 Euro im Monat) einen Betrag zwischen 240 und 480 Euro im Jahr als Förderbetrag, winken ihm 30 Prozent steuerliche Förderung.    

Branchenexperten sehen die bAV durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz als mögliches neues Wachstumsfeld. „Es lohnt sich also für jeden personalversicherungsorientierten Makler, sich mit der Thematik bAV neu auseinander zu setzen und seine Kundenpotenziale zu überprüfen“, erklärte Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender des Maklerpools Jung, DMS & Cie im Gespräch mit procontra. „Da das Thema durch die Gesetzesnovelle einerseits attraktiver, andererseits aber auch komplexer wird, entsteht ein großer Beratungsbedarf, von dem versierte Berater profitieren werden. Es kann sich sogar lohnen, sich auf den Bereich betriebliche Vorsorge zu spezialisieren.“

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