Fonds-Boom – Diese Deutschen greifen zu

Investmentfonds Jahresrückblick Meistgeklickt von Florian Burghardt

Diese, wie auch andere Studien zeigen, dass der Weg zur Geldanlage in Fonds und Aktien vermehrt von älteren Menschen in guten Einkommensverhältnissen beschritten wird. Das DAI sieht deshalb die Politik in der Pflicht dafür zu sorgen, dass alle Bevölkerungskreise von den Renditechancen der Aktienanlage profitieren können – insbesondere in Bezug auf die Altersvorsorge, betonen die Studienautoren.

Sie kritisieren, dass das System der Altersvorsorge in Deutschland weiterhin zu einseitig auf die umlagefinanzierte staatliche Rente ausgerichtet ist. Die Menschen müssten Demographie-bedingt privat und betrieblich vorsorgen. „Hier müsste die Aktie wegen ihrer überlegenen Rendite-Risiko-Eigenschaften einen weit prominenteren Platz einnehmen als bisher“, heißt es von Seiten des DAI.

Weiter wird kritisiert: „Die steuerliche Diskriminierung der Aktienanlage muss endlich beseitigt werden. Gewinne aus Aktien werden heute uneingeschränkt auf Unternehmens- und Anlegerebene besteuert. Insgesamt ergibt sich hieraus für den Anleger ein Steuersatz von rund 50 Prozent, während für festverzinsliche Wertpapiere nur die Abgeltungsteuer von maximal 25 Prozent anfällt (ohne Kirchensteuer und Solidaritätsbeitrag).“

Dieses Missverhältnis müsse durch Entlastungen auf Anlegerebene beseitigt werden, etwa indem nur ein Teil der Dividenden und Kursgewinne versteuert wird. Wie das DAI betont, ist besonders um den langfristigen Vermögensbesitz mit Aktien attraktiver zu gestalten, über die Steuerfreiheit für Veräußerungsgewinne nach einer bestimmten Haltefrist nachzudenken.

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