Wenn Einbruchmelder auf Versicherung trifft

Versicherungen Top News von Carla Fritz

Für eine anspruchsvolle sicherheitstechnische Ausstattung eines größeren Hauses könnten „normalerweise durchaus zwischen 3.000 und 4.000 Euro zusammenkommen“, vergünstigte Preise für die Technik und Installationsservice bereits eingerechnet. Hier bietet die Bayerische eine monatliche Beitragszahlung mit Nullprozent-Finanzierung über drei Jahre an. Nicht die einzige neue Facette im Beratungsgespräch.

Wie ist das Haus aufgebaut? Was wird wo gebraucht – zusätzliche Bewegungsmelder auf der Terrasse, Wassermelder in Küche, Keller und Bad? „Das geht der Berater anhand unseres Webkonfigurators mit dem Kunden durch“, erläutert Frosch. Vermittler als Geräteverkäufer? – „Das mag mancher so sehen und vielleicht abwinken.“ Versicherung und Vertrieb müssten sich aber in diesem Bereich weiterentwickeln.

Denn in Zukunft werde es viel mehr darum gehen, „nicht nur die Absicherung für den Ernstfall zu verkaufen, sondern auch die risikogerechte Prävention. Der Vermittler wird auch zum Risikoberater“. Das mache sich auch in der Provision bemerkbar, für Kunden in einer günstigeren Prämie - ein Joker, der fast immer sticht. Inwiefern sich das dann auch in der Haftung bemerkbar machen könnte, wäre die Frage.

Mit Resonanz nicht unzufrieden

Was die bisherige Resonanz gleichermaßen bei Kundschaft und Maklern betrifft, so zeigt man sich bei der Provinzial Nordwest jedenfalls nicht unzufrieden. Ihr Notfallmanagement-Baustein funktioniert auch mit einem Plan B – falls der Smartphone-Alarm ins Leere läuft. Für einen Jahresbeitrag von knapp 50 Euro erfolgt die Aufschaltung auf eine Notrufzentrale, die im Schadenfall die Alarmkette – je nach Art des Ereignisses – in Richtung Feuerwehr, Polizei und in jedem Fall an den Eigentümer auslöst. Das Grundpaket für die Smart-Home-Technik gibt es für die Kunden des Regionalversicherers 40 Prozent günstiger. Die Anlage selbst ist als Teil des Hausrats gegen die Gefahren dort versichert. 

Von diesem Punkt aus steuern andere Gesellschaften wie Württembergische und HDI derzeit das Thema Smart Home an: mit einer Allrisk-Deckung für die Sicherheits- und je nachdem weitere Technik plus Prämienrabatt. Ob aus beiden Ansätzen eines Tages sogar ein ganz neues Produkt entsteht? Makler- und Kundenresonanz könnten ein Wegweiser sein.

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