Wenn Einbruchmelder auf Versicherung trifft

Versicherungen Top News von Carla Fritz

Smart Home. Schlüsselwort für Sicherheit in Haus und Wohnung. Gleichzeitig ein Türöffner für Makler in einem Zukunftsmarkt und nach vielen Seiten offen.

Moderne Technik soll Hausbesitzern das Leben leichter machen.

Moderne Technik soll Hausbesitzern das Leben leichter machen. Illustration: Robert Kulon

Fern- beziehungsweise automatische Steuerung von internetfähiger, vernetzter Haustechnik, Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik – was vor zehn Jahren eher noch Science-Fiction war, findet heutzutage immer mehr Nutzer. 2018 könnte die Zahl der Smart-Home-Haushalte hierzulande die Millionengrenze erreichen, schätzt der IT-Branchenverband Bitkom.

Bei den wichtigsten Anschaffungsgründen rangiert Sicherheit ganz oben. Eine Schnittstelle für die Assekuranz. Ausgangspunkt für neue Zusatzangebote bei den Klassikern Hausrat und Wohngebäude und zugleich Triebfeder für Kooperationen mit Herstellern der intelligenten Haus- und Sicherheitstechnik: Allianz und Panasonic, Provinzial Nordwest und Lupus Electronics, die Bayerische und Devolo sowie erst jüngst Gothaer und Abus sind erste Beispiele.

Das Grundprinzip: Wer Notfalltechnik einbaut, bekommt sie günstiger, wird im Gefahrenfall informiert und erhält weitere Hilfe. Je nach Stadium der Konzepte ergeben sich für Makler und ihre Kundschaft unterschiedliche Test- und Einstiegsmöglichkeiten. Eine Chance, die so wohl nur Märkte im Aufbau bieten.

Selbstversuch im Angebot

Man habe den Fokus zunächst auf die Einbruchprävention gelegt, so Guido Paland, Projektleiter Smart Home bei der Gothaer, mit Bezug auf das angebotene Starterpaket. Mit Alarmzentrale, drei Tür-Fenster-Kontakten, zwei Bewegungsmeldern und Fernbedienung bietet es nach seinen Worten für 325 Euro einen „vernünftigen Grundschutz“ zum Selbsteinbau. Zum Alarm vor Ort kommt bei einem Einbruchsversuch die Alarmierung per Smartphone „als Pushmeldung oder über E-Mail“.

Nachrüstung, etwa mit Innen- und Außenkameras oder Funksteckdosen zur Lichtsteuerung von unterwegs ist demnach jederzeit möglich. Dann allerdings ohne die Rabattierung von 30 Prozent. Fürs Erste sind technikaffine Bestandskunden der Gesellschaft über alle Sparten, aber auch interessierte Makler die Adressaten der zunächst 1.000 vorgehaltenen Pakete. Inwiefern künftig kostenpflichtige Assistanceleistungen draufgesattelt werden könnten, lässt Paland offen.

„Ob beispielsweise eine Notfallzentrale angefunkt, die sich weiter kümmert“, das sei gegebenenfalls ein zweiter Schritt. Man wolle erst Erfahrungen sammeln: Was wollen die Kunden tatsächlich? Da sei der Makler bekanntlich ein wichtiger Mittler.

Im Safe-Home-Konzept der Bayerischen ist dieser zweite Schritt bereits inklusive. „Wenn das System etwa einen Einbruch auf dem Handy meldet, kann der Kunde auf unseren Notfallhilfe-Button klicken und darüber beispielsweise die Alarmierung der Polizei direkt vor Ort veranlassen. Oder – sofern zusätzlich vereinbart – Schutzbriefleistungen wie Notreparaturen“, erläutert der Projektverantwortliche Johannes Frosch.

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