Versicherungen verschenken Cross-Selling-Potenzial

Versicherungen von Michael Fiedler

Versicherer sollten nachfragen

Neben der ausbaufähigen IT-Landschaft zeigt die Studie auch andere Versäumnisse von Versicherungen auf. So werden 80 Prozent der Kunden im Schaden-/Leistungsfall nicht nach ihrem persönlichen Befinden gefragt. Doch 93 Prozent Kunden, die nach ihrem persönlichen Befinden gefragt wurden, bewerten das positiv. Hier würden Versicherer die Gelegenheit verpassen, die eigene Leistung und auch die Wahrnehmung des Unternehmens positiv zu besetzen, heißt es in der Studie.

Wann Versicherer proaktiv informieren – und wann sie es sollten

Versicherer können proaktiv über den Bearbeitungsstand informieren – so tun sie es besonders häufig im Fall der Erstberatung. 72 Prozent der Kunden erhalten proaktiv Informationen zum Bearbeitungsstand vom Versicherer. Im Leistungsfall sieht es anders aus. 40 Prozent aller Kunden werden in diesem Fall nicht über den Fortschritt der Bearbeitung informiert.

Datennutzung: Doppelabfragen vermeiden

Wer Daten hat, muss sie auch sinnvoll nutzen können. Das gelingt offenbar nicht immer. So geben laut Studie 45 Prozent der Bestandskunden an, in der Beratung nach Daten gefragt worden zu sein, die dem Versicherer bereits vorliegen. Solche Doppelabfragen sollten im Online- und Offlinevertrieb vermieden werden.

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