Schon jeder fünfte Makler vermittelt Cyber-Policen

Berater von Florian Burghardt

Cyber-Schutz gilt als "the next big thing" der Versicherungsbranche. Aber ist der Trend wirklich schon bei den Vermittlern angekommen? Was Maklern wichtig ist, was sie mit Cyber-Policen verdienen und warum sich manche dagegen sträuben, zeigt eine Studie.

Gewerbe-Makler haben gut lachen (hier im übertragenen Sinne). Schon jeder Fünfte von ihnen verdient Geld mit Cyber-Versicherungen. Generell wird von einem großen Wachstum im Cyber-Bereich ausgegangen.

Gewerbe-Makler haben gut lachen (hier im übertragenen Sinne). Schon jeder Fünfte von ihnen verdient Geld mit Cyber-Versicherungen. Generell wird von einem großen Wachstum im Cyber-Bereich ausgegangen. Bild: sasint/Pixabay

Die Cyber-Versicherung gilt als der große Trend in der Assekuranz. Ihr wird enormes Potenzial bescheinigt und im Internet werden zunehmend mehr Suchanfragen nach dieser Form der Absicherung gestellt.

Doch wie wird dieser Trend eigentlich von den Menschen beurteilt, die Cyber-Versicherungen verstehen, dazu beraten und den Kunden letztendlich die passenden Produkte vermitteln müssen? Die Rede ist natürlich von Versicherungsvermittlern. Welche Rolle spielt das Cyber-Geschäft bereits jetzt in ihrem Arbeitsalltag und beim Umsatz? Wie unterscheiden sich Angebot und Bedarf von gewerblichen und privaten Cyber-Versicherungen? Welche Leistungen muss eine solche Police bieten und was spricht gegen den Cyber-Abschluss?

Große Unterschiede bei Zielgruppen

Diesen und anderen Fragen hat sich das Analyseunternehmen MRTK in seinem aktuellen Cyber-Monitor gewidmet, für den 301 Makler und Mehrfachagenten per Interview befragt wurden. Die Studie offenbart vor allem deutliche Unterschiede zwischen dem Cyber-Geschäft mit Privat- und dem mit Gewerbekunden.

So gaben lediglich 7 Prozent der Befragten an, bereits private Cyber-Policen vermittelt zu haben. Immerhin 14 Prozent haben sich bereits mit diesem Geschäftszweig beschäftigt. Allerdings misst nur jeder Zweite aus diesen beiden Gruppen dem privaten Cyber-Geschäft aktuell eine hohe Bedeutung zu. Unter allen befragten Maklern und Mehrfachagenten teilt diese Meinung sogar nur jeder Vierte.

Allerdings glauben knapp zwei Drittel, dass der Markt für private Cyber-Versicherungen in Zukunft wachsen wird. Jeder fünfte Vermittler will dann in das Geschäft einsteigen und jeder Dritte steht dem Thema zudem aufgeschlossen gegenüber.

Die wichtigsten Leistungen und Anbieter

Als besonders wichtige Leistungsmerkmale erachten die Makler und Mehrfachagenten Vermögensschäden durch Identitätsmissbrauch, z.B. Kreditkartenbetrug (87 Prozent), Datenrettung nach einem Hackerangriff sowie Unterstützung bei der Wiederherstellung verloren gegangener Dateien (je 84 Prozent; Mehrfachnennungen möglich).

Den Cyber-Schutz für ihre Privatkunden vermitteln die Befragten zum Großteil (60 Prozent) als Baustein bzw. Anhängsel zu einem anderen Vertrag. Nur 35 Prozent setzen auf Stand-Alone-Produkte. Diese Tarife werden am häufigsten von den folgenden Gesellschaften bezogen:

  • Axa (34 Prozent)     
  • Allianz (24 Prozent)     
  • VHV (15 Prozent)

Seite 1: Private Cyber-Policen stocken noch
Seite 2: Welche Schätze birgt das gewerbliche Cyber-Geschäft?

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare