Die 10 größten Risiken für Unternehmen

Berater Top News von Martin Thaler

Betriebsunterbrechungen werden für die deutschen Unternehmen immer mehr zum Risiko. Was den Betrieben sonst noch Sorgen bereitet, ermittelte die Allianz in ihrem neuen Risk Barometer.

Was sind die größten Geschäftsrisiken? Der Industrieversicherer AGCS hat nachgefragt.

Was sind die größten Geschäftsrisiken? Der Industrieversicherer AGCS hat nachgefragt. Foto: cripi - Pixabay.de

Ein Blitz schlägt ein, ein Feuer bricht aus, die Firma steht in Flammen. Für den Firmenbesitzer und Unternehmer ist allerdings das Feuer nicht das größte Problem – viel schwerer wiegt die nachfolgende Betriebsunterbrechung. Denn wenn die Maschinen stillstehen, kann kein Geld verdient werden – die Kosten für Personal, Miete etc. bleiben indes bestehen.

Insgesamt machten Betriebsunterbrechungen über die vergangenen Jahre gut ein Drittel aller Schäden aus. Ein Beispiel: Den größten Sachschaden machte der Branchenverband GDV 2015 bei einem Brand eines Schlachthofs des Unternehmens Wiesenhof fest. Insgesamt betrug der Schadenaufwand 265 Millionen Euro – auf die Betriebsunterbrechung entfielen dabei 120 Millionen Euro.  

Betriebsunterbrechungen gelten als größtes Risiko

So ist es wenig verwunderlich, dass Unternehmen besagte Betriebsunterbrechung als derzeit größtes Risiko werten. Das ergibt das neue Risikobarometer, das der Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Speciality (AGCS) an diesem Dienstag veröffentlichte.  Insgesamt 166 Unternehmen wurden allein in Deutschland nach den aus ihrer Sicht größten Risiken gefragt.  

Das Ergebnis: 55 Prozent der Befragten nannten die Betriebsunterbrechung als größtes Geschäftsrisiko – das waren deutlich mehr als im Vorjahr, als nur 40 Prozent die Betriebsunterbrechung bzw. Lieferkettenunterbrechung nannten. „Das neue Gold der digitalen Wirtschaft sind immaterielle Werte wie Daten, Plattformen, Netzwerke oder die Reputation des Unternehmens. Durch diese Werteverschiebung rückt ihr Schutz auch in Deutschland in den Vordergrund. Störungen in der Lieferkette sowie Cyberbedrohungen gehören heute zu den größten Risiken“, sagt Andreas Berger, Mitglied des Vorstands der AGCS und als CEO für Zentral- und Osteuropa zuständig.

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