BU-Prämienerhöhung: Hat sich die WWK verkalkuliert?

Berater Top News von Martin Thaler

Auch die Gebrüder Bierl berichten in ihrem Blog, dass die Nettobeiträge für bestimmte Zielgruppen, wie beispielsweise Akademiker, bei der WWK sehr niedrig kalkuliert gewesen seien. „Auffallend niedrig. Zu niedrig.“  

Über die Gründe für die Beitragserhöhung wollte sich die WWK gegenüber procontra bislang nicht äußern – eine Presseanfrage blieb bis zum jetzigen Zeitpunkt unbeantwortet.  

Für Ärger sorgt bei Maklern zudem die Kommunikationspolitik des Versicherers. So seien die Makler nicht im Vorfeld über die deutlichen Preissteigerungen informiert worden, stattdessen erhielten lediglich die Kunden ein entsprechendes Schreiben. Für das Vertrauensverhältnis zwischen Makler und Kunden sei eine solche Informationspolitik nicht sonderlich förderlich, kritisiert Lehberg.  

Was bringt die Zukunft?

Und wie geht es nun weiter? Dies werden die kommenden Entwicklungen zeigen bzw. hängt an der Frage, ob die WWK trotz der Preissteigerungen ein für ihre Kunden lohnenswertes BU-Angebot im Programm hat. In Maklergruppen auf Facebook wird diese Frage von einigen Maklern durchaus bejaht – andere widersprechen und fürchten einen Wechsel der „gesunden“ BU-Kunden. Dies wäre für die „kranken“ BU-Kunden, die nicht wechseln können, die wohl ärgerlichste Entwicklung. Denn ohne die „gesunden“ Kunden würde ein sehr risikobehafteter Bestand zurückbleiben – weitere Preissteigerungen wären dann wahrscheinlich.    

Seite 1: Preissteigerungen bis zu 40 Prozent
Seite 2: Wie geht es nun weiter?

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare