Altersvorsorge: In diesen Bundesländern sind Rentenversicherungen besonders beliebt

Investmentfonds Top News von Martin Thaler

Gut ein Drittel der Deutschen sieht seine finanzielle Situation im Alter düster, wie eine neue Studie zeigt. Andere legen eifrig Geld zurück - dabei zeigen sich regionale Vorlieben für Rentenversicherungen, Tagesgeld und Aktieninvestments.

Die Fondsgesellschaft Fidelity hat untersucht, wie viel Geld die Deutschen für ihren Ruhestand zurücklegen.

Die Fondsgesellschaft Fidelity hat untersucht, wie viel Geld die Deutschen für ihren Ruhestand zurücklegen. Foto: Fidelity

Die gesetzliche Rente allein wird im Alter nicht reichen, um den gewohnten Lebensstandard auch im Ruhestand zu halten: Davon ist gut ein Drittel der Deutschen überzeugt, wie das neue Verantwortungs-Barometer des Fondsanbieters Fidelity zeigt.  

Demnach gaben 34 Prozent der 2.2065 vom Umfrageinstitut Kantar EMNID befragten Deutschen an, im Alter darauf angewiesen zu sein, etwas hinzuzuverdienen, da sonst die Einkünfte nicht reichen werden. 24 Prozent gaben an, im Alter auf staatliche Unterstützung angewiesen zu sein. 65 Prozent erklärte indes, finanziell abgesichert zu sein. Besonders finanziell abgesichert fühlen sich indes die Menschen in Thüringen (74 Prozent), gefolgt von ihren Mitbürgern in Hessen (72 Prozent) sowie in Bremen und im Saarland (jeweils 70 Prozent). Düsterer sieht die Lage indes in Sachsen-Anhalt (44 Prozent), Berlin (52) sowie Brandenburg (57) aus.  

Als Hauptgrund dafür, kein Geld für den Ruhestand zurückzulegen, gab der Großteil der Befragten an, über nicht genügend Geld zu verfügen (45 Prozent). 35 Prozent erklärten, ihr Geld lieber heute ausgeben zu wollen, als an morgen zu denken. Weitere 19 Prozent gaben an, Angst vor eventuellen Verlusten zu haben. Und gut 15 Prozent warfen das Handtuch, weil Ihnen das Thema Finanzen zu kompliziert sei.  

Junge Menschen überfordert

Die Komplexität finanzieller Fragen ist insbesondere für junge Menschen ein Problem. Bei den Deutschen zwischen 14 und 29 Jahren gaben 24 Prozent an, beim Thema über zu große Wissenslücken zu verfügen. Bei den Befragten zwischen 30 und 39 Jahren waren es immer noch 21 Prozent.  

Diejenigen, die Geld zurücklegen, sparen im Durchschnitt monatlich zwischen 50 und 300 Euro für ihr Leben im Ruhestand: 31 Prozent gaben an, bis 300 Euro zurückzulegen, 26 Prozent bis 100 Euro. Bis 500 Euro monatlich legen indes nur 9 Prozent der Befragten zurück, genauso viele können sich monatliche Rücklagen von über 500 Euro erlauben.  

Fidelity fragte auch nach, in welcher Form die Deutschen ihr Geld zurücklegen. Per Abschluss einer Rentenversicherung, als Tagesgeld-Anlage oder über den Erwerb von Aktien. Die Ergebnisse sehen Sie in der nachfolgenden Grafik.

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