bAV-Beratung: Die 6 häufigsten Fehler

Berater Bilderstrecken von Michael Fiedler

Das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) soll helfen, die betriebliche Altersversorgung (bAV) besser zu etablieren. Welche Fehler heute schon bei der bAV-Beratung passieren, hat die Beratungsgesellschaft für betriebliche Versorgungssysteme GmbH (BBVS) ermittelt.

Entgeltumwandlungsvereinbarung fehlt oder ist unvollständig => Fehlerhäufigkeit: 90 Prozent
Die Entgeltumwandlungsvereinbarung regelt den rechtswirksamen Verzicht des Arbeitnehmers auf Entgelt. Im Gegenzug erhält er eine wertgleiche Zusage auf eine betriebliche Versorgung. Bei einer fehlenden Entgeltumwandlungsvereinbarung gibt es keine arbeitsrechtliche Grundlage für die abgeschlossene Versicherung. Deren Inhalt ist zumindest unklar, da man sich nur auf den Inhalt des Versicherungsscheines beziehen kann. Es fehlen dann meistens die Angaben zur Art der Zusage. Dies ist maßgeblich beim Ausscheiden des Arbeitnehmers und zur Besteuerung der Beiträge. Ebenso unklar ist die Unverfallbarkeit von zugesagten Arbeitgeberbeiträgen. Das könnte im Insolvenzfall zu Schwierigkeiten führen. Im Regelfall ist in der Entgeltumwandlungsvereinbarung auch festgelegt, wann und in welcher Höhe ein zusätzlicher Arbeitgeberbeitrag gezahlt wird, z.?B. in entgeltlosen Zeiten. Darüber hinaus fehlen wichtige Informationen für den Arbeitnehmer wie Regelungen bei einem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Unternehmen oder der Hinweis auf die Auswirkungen der Entgeltumwandlung auf die Leistungen in der Sozialversicherung.