Geballte Renteninfo: Jeder Zweite würde Vorsorge ausbauen

Berater von Florian Burghardt

Mit dem Scheitern der Jamaika-Koalition wird sich auch eine säulenübergreifende Renteninformation weiter verspäten. Dabei findet diese großen Zuspruch und hätte Vorteile für Vermittler, wie die Zwischenergebnisse einer Studie zeigen.

Jeder zweite würde seine Altersvorsorge ausbauen, wenn er eine Gesamtübersicht seiner Alterseinkünfte hätte. Das sagen die Zwischenergebnisse der Umfrage.

Jeder zweite würde seine Altersvorsorge ausbauen, wenn er eine Gesamtübersicht seiner Alterseinkünfte hätte. Das sagen die Zwischenergebnisse der Umfrage. Bild: reksik004/Pixabay

Eine Jamaika-Koalition scheint nun erst einmal vom Tisch zu sein. Das bringt viele negative Aspekte mit sich. Je später es zur Bildung einer funktionierenden Regierung kommt, desto später können die verschiedensten Projekte umgesetzt werden. Eines davon ist eine säulenübergreifende Renteninformation für alle Bürgerinnen und Bürger.

Die Idee ist nicht neu und wurde bereits vor über 10 Jahren für sinnvoll befunden, wie der GDV kürzlich auf seiner Internetseite mitteilte. Allerdings war man einer Umsetzung anscheinend auch noch nie so nahe wie zuletzt. Wie der Gesamtverband ebenfalls in seiner Stellungnahme schrieb, hatten sich CDU, Grüne und FDP allesamt für eine Renteninformation in Form einer Online-Plattform ausgesprochen.

Nicht nur die Politik hält die Idee für gut. Umfragen haben bereits gezeigt, dass sich die Mehrheit der Verbraucher eine zentrale Übersicht über ihre sämtlichen heutigen und zukünftigen Rentenansprüche wünscht. Die Versicherer sind sich zudem einig, dass eine säulenübergreifende Renteninformationsplattform maßgeblich dazu beitragen würde, dass die Menschen ihre ergänzende Altersvorsorge aktiver angehen.

Teststudie mit 12.000 Teilnehmern

Diese Einschätzung haben nun die Bürgerinnen und Bürger bestätigt. So sind viele nach einem Blick in eine individuelle Rentenplattform-Testversion nicht nur überrascht, wie stark ihr Alterseinkommen im Vergleich zu jetzt absinken wird. Die Hälfte möchte aufgrund der Daten sogar aktiv etwas für ihre Altersvorsorge tun. Das geht aus den Zwischenergebnissen einer Befragung mit rund 12.000 Teilnehmern hervor, die procontra vorliegen.

Der Deutsche Renten Information e.V., der den Aufbau einer solchen Plattform anstrebt hat die Pilotstudie „Pensions Dashboard“ zusammen mit dem House of Finance der Goethe-Universität Frankfurt durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie dürften auch für Vermittler und Versicherer interessant sein.

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