BVK: Weiterbildung? Ja, aber ohne Kontrolle!

Berater Top News von Michael Fiedler

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) sieht noch einigen Korrkturbedarf an der Neufassung der Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV). Konkret geht es um Weiterbildung, Vergütungsanreize und Beschwerdemanagement für Vermittler.

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Streitet als Makler auch für die AO: BVK-Präsident Michael Heinz. Bild: Fiedler/ procontra

Das Bundeswirtschaftsministerium ist mit der Neufassung der Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV) beschäftigt. Nötig sind Änderungen, um Vermittlern aufzuzeigen, wie sie die durch die EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD geänderten Regeln in der Praxis umzusetzen haben. Zum vorgelegten Entwurf des Ministeriums bezog der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) Stellung. In seiner Stellungnahme kritisierte der Verband u.a. die vorgesehene Nachweispflicht bei der Weiterbildung für Versicherungsvermittler und eine geplante Lernerfolgskontrolle.
„Im Rahmen von Präsenzveranstaltungen halten wir solche Kontrollen für schwer bis gar nicht umsetzbar“, so BVK-Präsident Michael H. Heinz. „Sie sind auch unnötig, da bei persönlicher Anwesenheit ohnehin ein direktes Feedback mit dem Schulungsleiter stattfindet. Kontrollen sind daher mit dem Grundgedanken einer effizienten Weiterbildung, die praxisnahe Lösungen anbieten will, unvereinbar.“

Der Verband hält eine „anlassbezogene Kontrolle der Weiterbildung“ für ausreichend; ein regelmäßiger Nachweis über die Erfüllung der jährlichen Weiterbildungspflicht in Höhe von 15 Zeitstunden soll nach den Vorstellungen des BVK nicht verpflichtend sein. So könne auch der Verwaltungsaufwand für die Kontrollbehörden (i.d.R. IHK) in Grenzen gehalten werden, so der BVK.

Vergütung: Kopplung an Umsatzziele aufheben!

Der Verband plädiert in seiner Stellungnahme dafür, Versicherungsunternehmen zu verbieten, nicht bedarfsgerechte Produkte in den Markt zu drücken, indem die Vergütung der Vermittler an das Erreichen von rein mengenorientierter Absatzzielen gekoppelt wird. Außerdem regt der BVK an, ein einzurichtendes vermittlerinternes Beschwerdemanagement von der Größe der Vermittlerbetriebe abhängig zu machen. Dies sollte vornehmlich für größere Unternehmen gelten, wohingegen kleinere und mittlere davon befreit werden sollten.