Außendienst erhält 4,4 Prozent mehr Gehalt

Versicherungen von Martin Thaler

Lange wurde verhandelt, nun einigten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf Lohnerhöhungen für den Außendienst. Darüber soll es weitere Gespräche über die Zukunft des angestellten Außendienstes geben.

Die Gewerkschaft ver.di konnte sich mit den Arbeitgebern auf Lohnerhöhungen für den Außendienst einigen.

Die Gewerkschaft ver.di konnte sich mit den Arbeitgebern auf Lohnerhöhungen für den Außendienst einigen. Foto: dpa

Versicherungsangestellte im Außendienst sollen in Zukunft mehr Gehalt bekommen. Hierauf einigten sich nun die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Arbeitgeberverband Versicherungen (AGV) in Berlin.  

Vereinbart wurde eine Erhöhung der Gehälter von 4,4 Prozent bei einer Laufzeit von 36 Monaten. Die Erhöhung erfolgt dabei in drei Schritten. Das Mindesteinkommen sowie alle weiteren Gehaltsbestandteile sollen zum 1. Januar 2018 zwischen 1,5 und zwei Prozent steigen. Zum 1. November 2018 findet dann eine Erhöhung um 1,2 bis 1,4 Prozent statt, bevor ein Jahr später die Gehälter noch einmal um ein Prozent angehoben werden sollen.  

„Damit haben wir einen Abschluss erreicht, der deutlich über dem ersten Angebot der Arbeitgeber liegt, das wir in der ersten Verhandlungsrunde als nicht verhandlungsfähig abgelehnt haben", stellte ver.di-Verhandlungsführerin Martina Grundler das erzielte Ergebnis positiv heraus.  

Gespräche über Berufsbild

Die Gehaltserhöhung sei durch die verstärkten Anforderungen besonders an Vertriebler gerechtfertigt, befand Grundler. Diese sähen sich immer mehr Informations-, Beratungs- und Dokumentationspflichten ausgesetzt, ihre Arbeit würde aufgrund höheren Anforderungen bei Beratungsqualität und Kundenservice immer komplexer. Gleichzeitig würden die Versicherer aber im Rahmen von Umstrukturierungsmaßnahmen viele Arbeitsplätze abbauen.  

„Wir haben uns mit den  Arbeitgebern darauf verständigt, dass wir im kommenden Jahr Gespräche über die Veränderungen im Berufsbild und die Zukunft des angestellten Außendienstes aufnehmen werden“, erklärte Grundler.  

Für die Angestellten im Innendienst hatten Gewerkschaften und Arbeitgeber Ende August bereits ein Ergebnis erzielt, nachdem die Gespräche lange Zeit als festgefahren galten.

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