Wie Allianz die Solvency-Quote verbessert

Versicherungen von Michael Fiedler

Die Allianz ist nicht mehr größter ausländischer Lebensversicherer in Taiwan. Der Leben-Bestand soll verkauft werden. Wie hoch der Preis ist und wer ihn bezahlt.

Allianz Lebensversicherung Verkauf China Insurance

Münzen aus Taiwan - viele davon braucht man nicht, wenn man Allianz das LV-Portfolio in Taiwan abkaufen will. Fotolia / Vladimir Wrangel

Generali will es, Ergo auch – und Branchenriese Allianz tut es. Gemeint ist der Verkauf von LV-Beständen. Die drücken auf die Bilanzen der Versicherer. Denn seit Solvency II müssen für LV-Verträge deutlich höhere Eigenmittel hinterlegt sein. Nun verkauft Allianz das Lebensversicherungsportfolio in Taiwan. Verzinst sind etwa 78.000 Policen mit vier Prozent und mehr und erfordern Deckungsrückstellungen von 1,2 Milliarden Euro.
Durch den Verkauf erhoffen sich die Münchener eine Verbesserung ihrer Solvency-Quote um ein bis zwei Prozentpunkte.

Käufer ist taiwanische China Life Insurance, die das Portfolio für den symbolischen Preis von einem Taiwan-Dollar kaufen soll. Aufsicht und Aktionäre müssen der Transaktion noch zustimmen.