Riester und Rürup: IVFP kritisiert Produktinformationsblätter

Berater von Florian Burghardt

Das IVFP kritisiert auch, dass das gleiche fondsgebundene Produkt mit einer 80-prozentigen Beitragsgarantie für einen Vertrag mit langer Laufzeit in einer deutlich höheren CRK eingestuft werden kann als bei einer kürzeren Laufzeit. Dies würde vor allem zu Verwirrung führen, da dem Verbraucher stets erklärt wird, dass lange Laufzeiten das Risiko bei der Aktienanlage senken.

Die Begründung der PiA ist hier, dass die Anlage durch einen höheren Fondsanteil mit höheren Chancen, aber auch höheren Risiken verbunden ist. „Auch diesen Zusammenhang kann ein Verbraucher nicht zwangsläufig selbst erkennen“, meint man beim IVFP.

Verschiedene Hochrechnungsmodelle

Neben den CRK moniert das Analysehaus auch, dass die PiB-Werte bezüglich Ablauf- und Rentenleistung „meistens nicht zu den Werten aus dem individuellen Angebot des Versicherers passen.“ Das würde zwangsläufig weitere Fragen und Unverständnis bei den Verbrauchern aufwerfen.

Als Gründe dafür nennt das Institut die unterschiedlichen Hochrechnungsmodelle, die von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich seien. Das IVFP spricht sich für die allgemeine Anwendung der Bruttomethode bei den Hochrechnungsmodellen aus. Diese berücksichtigt auch die Kosten für die Fondsverwaltung und zieht diese von der angenommenen Wertentwicklung ab. Die Nettomethode würde dies nicht tun.

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