PKV: Beitragsanpassungen im Neugeschäft 2018

Versicherungen Top News von Florian Burghardt

Zahlreiche private Krankenversicherer passen ab dem 01.01.2018 ihre Prämien für Neuverträge an. Bei welchem PKV-Anbieter es deutlich teurer oder auch günstiger wird, haben Brancheninsider zusammengetragen.

Wer mit dem Abschluss einer Krankenvollversicherung bis nächstes Jahr warten will, muss sich bei vielen Anbietern auf steigende Beiträge einstellen.

Wer mit dem Abschluss einer Krankenvollversicherung bis nächstes Jahr warten will, muss sich bei vielen Anbietern auf steigende Beiträge einstellen. Bild: stevepb/Pixabay

Beitragsanpassungen (BAP) in der privaten Krankenversicherung (PKV) sind nicht erst seit dem überraschenden Urteil im Treuhänder-Prozess der Axa ein viel diskutiertes Thema. Auch abseits dieses möglicherweise branchenverändernden Rechtsstreits sorgen die BAP für Aufmerksamkeit.

So hatte procontra bereits im Sommer eine BAP-Übersicht der größten PKV-Anbieter für die Jahre 2015 bis 2017 erstellt. Die Marktführerin im Vollversicherungsbereich, die Debeka, hat für 2018 sowohl Beitragserhöhungen als auch -senkungen angekündigt. Bezogen auf das Neugeschäft wird es bei der Axa im nächsten Jahr durchschnittlich fast 12 Prozent teurer.

In puncto Neugeschäft haben in den letzten Tagen und Wochen nun auch viele weitere private Krankenversicherer ihre BAP ab dem 01.01.2018 bekannt gegeben, darunter einige Branchen-Schwergewichte. Generell gilt, dass Vertragsabschlüsse ab nächstem Jahr mit höheren Beiträgen als zum jetzigen Zeitpunkt verknüpft sind. Dies gilt aber nicht pauschal für alle Tarife und auch die Alterskohorten spielen eine Rolle.

Der Branchendienst Gewa Comp und die PKV-Makler von KVoptimal haben die Daten der Versicherer aus öffentlichen Informationen und Schreiben an Vertriebspartner zusammengetragen und zu jedem Anbieter ausführliche Übersichten erstellt. In der folgenden Bilderstrecke nennt procontra in alphabetischer Reihenfolge die wichtigsten Fakten zu 10 PKV-Anbietern im Vollversicherungsbereich.

Die Neugeschäft-BAP 2018

Arag
Bei der Arag ergibt sich durch die BAP in 11 Vollversicherungstarifen durchschnittlich nur eine geringe Erhöhung um 2,06 Prozent laut Gewa Comp. Darin enthalten sind Erhöhungen um 15 Prozent für 26-Jährige im ambulanten Tarif „207“ und für dieselbe Alterskohorte im Ein-Bett-Baustein „220“ um 16 Prozent. Günstiger wird es ab 2018 vor allem für Kinder (-12 Prozent) und Jugendliche (-6 Prozent) in den ambulanten Tarifen der K-Serie.
 
  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare