HDI: Vermittler beim Elementarschutz gefordert

Berater von Florian Burghardt

Weil viele Hauseigentümer gar nicht wissen, dass sie keinen Elementarschutz besitzen, sehen die HDI Versicherungen hier die Vermittler dringend in der Aufklärungspflicht. Auch, weil ein anderer Risikofaktor bald an Bedeutung gewinnen wird.

Viele Hauseigentümer wähnen sich in Sicherheit - dabei besteht gar kein Schutz gegen Überschwemmungen.

Viele Hauseigentümer wähnen sich in Sicherheit - dabei besteht gar kein Schutz gegen Überschwemmungen. Bild: PublicDomainPictures/Pixabay

Elementarschadenereignisse nehmen zu. Es mag ein besonders starker Sprung sein, aber in 2016 mussten die deutschen Versicherer fast zehnmal so tief in die Tasche greifen, wie noch 2015. Und auch in diesem Jahre machte sich die verändernde Wetterlage bereits bemerkbar, als es im Sommer in weiten Teilen Deutschlands zu Starkregenfällen und hohen Schäden kam.

Schon damals hatte man beim Berliner Maklerpool Aruna auf procontra-Nachfrage den Vermittlern deutlich empfohlen, im Zuge ihrer Sachwalterschaft Elementarschutz beim Kunden aktiv anzusprechen. Auch aus Gründen der eigenen Haftbarkeit.

Von Seiten der HDI Versicherungen wird diese Empfehlung nun noch einmal ausdrücklich betont. Mit Verweis auf eine GfK-Umfrage aus dem vergangenen Jahr erklärt der Versicherer, dass 93 Prozent der Hauseigentümer glauben würden, ihr Eigenheim wäre gegen Naturgefahren aller Art versichert. Tatsächlich sei dies aber nur bei 40 Prozent der Fall. Hier sind nun die Vermittler in der Pflicht, Aufklärungsarbeit zu leisten – auch, um sich selbst vor Beratungsrisiken zu schützen, heißt es seitens HDI.

Eigenverantwortung wird wichtiger

Dies sei auch deswegen wichtig, weil neben den stärker werdenden Naturereignissen noch ein anderer Risikofaktor zunehmen wird. „In der Vergangenheit hat der Staat, zum Beispiel nach Orkanen oder Flutkatastrophen, häufig Nothilfe-Fonds eingerichtet um Menschen, die ihr Hab und Gut verloren hatten, einen finanziellen Neuanfang zu ermöglichen. Künftig sollen Hauseigentümer aber nur noch dann unterstützt werden, wenn sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten gegen Schäden durch Naturgefahren versichert haben. Eigenverantwortung wird wichtiger – und Vermittler sind umso mehr gefordert, ihre Kunden zu sensibilisieren", so Wolfgang Hanssmann, Vertriebsvorstand bei HDI. 

Laut dem GDV sind 99 Prozent aller Gebäude problemlos gegen Starkregen und Überschwemmungen versicherbar.

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