Wie stehen die Parteien zur Finanzbildung?

Berater von Martin Thaler

Je höher die finanzielle Bildung, desto besser die finanziellen Entscheidungen. Doch wie stehen die politischen Parteien zum Thema Finanzbildung? Das Deutsche Aktieninstitut fragte nach.

Wahlkampf in Deutschland: Wie stehen die Parteien zum Thema Finanzbildung.

Wahlkampf in Deutschland: Wie stehen die Parteien zum Thema Finanzbildung. Foto: picture-alliance/dpa

Folgende Erkenntnis gilt als gesichert und wissenschaftlich untermauert: Je mehr jemand über Finanzwissen verfügt, desto besser fallen seine finanziellen Entscheidungen später aus. In Deutschland ist die Finanzbildung bei vielen Menschen – vorsichtig formuliert – ausbaufähig. Bei einer Umfrage des Marktwächter-Teams der Verbraucherzentrale Bremen wussten 68 Prozent der befragten Bundesbürger gar nicht oder nur teilweise, was sich hinter dem Begriff Effektivzins verbirgt.  

Insbesondere junge Menschen fühlen sich im Hinblick auf das Thema Finanzen schlecht vorbereitet, wie eine Studie aus dem vergangenen Jahr zeigt: Gerade einmal fünf Prozent der 1.600 befragten Schüler bewerteten ihr eigenes Wissen über Bankprodukte und Geldanlage als sehr gut. Die meisten Schüler äußerten den Wunsch nach mehr finanzieller Bildung.  

In einigen Bundesländern hat die Politik diese Zeichen offenbar erkannt. In Baden-Württemberg wurde bereits das Schulfach „Wirtschaft“ flächendeckend eingeführt, andere Länder, wie beispielsweise Nordrhein-Westfalen, prüfen ähnliche Schritte.  

Doch wie stehen die einzelnen Parteien zum Thema? Das hat jetzt das Deutsche Aktieninstitut, das seit Jahrzehnten für ein stärkeres Investment der Deutschen in Aktien wirbt, untersucht. Gefragt wurden die Parteien CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/ Die Grünen, die FDP sowie die Linke. Letztere äußerte sich aber offenbar nicht zum Thema, das DAI präsentierte hier keine Antwort.  

Wie die einzelnen Parteien zum Thema Finanzbildung stehen und wie das DAI deren Aussagen bewertet, sehen Sie in der folgenden Bilderstrecke.  

SPD
Die SPD sprach sich gegenüber dem DAI dafür aus, "jungen Menschen einen differenzierten Blick auf das eigene Leben sowie die sozialen, politischen, kulturellen, ökonomischen und historischen zusammenhängen unserer Gesellschaft" zu ermöglichen. Um dies gewährleisten zu können, müssten die Ganztagesangebote ausgebaut werden. Das DAI vermisste aufgrund dieser Antwort das ausdrückliche Engagement der Sozialdemokraten, sich für eine nationale Agenda zur ökonomischen Agenda einzusetzen. Foto: fsHH - Pixabay.de
 
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