Versprechen Robotik-Fonds automatische Gewinne?

Investmentfonds Top News von Stefan Terliesner

Investments via Fonds möglich

Finanzanlagenvermittler können ihre Kunden mit entsprechendem Rendite-Risiko-Profil auf diese Anlagechance hinweisen. Um das mit wenigen Einzelinvestments verbundene Risiko zu streuen, bietet sich der Kauf von Investmentfonds an. So stehen die Chancen gut, dass Investoren nach zehn Jahren im wahrsten Sinne des Wortes automatische Gewinne realisieren können.

Für Johan van der Biest, Fondsmanager des Candriam Equity Robotics and Innovative Technology, sind Roboter „Teil der digitalen Revolution, die, wie früher die Industrielle Revolution, vorausschauenden Investoren erhebliche Erträge bescheren kann“. Das von ihm verwaltete Sondervermögen investiert neben Roboter-Anwendungen und Automation insbesondere in Software. Bisher mit Erfolg. Der Wert eines Anteilsscheins ist auf Jahressicht um fast 40 Prozent gestiegen (Stand: 23. Juni). Zu den größten Positionen gehören Facebook, Alphabet, Microsoft, Siemens, SAP, PayPal, Amazon und ABB. 

Ein weiteres Anlagevehikel ist der Aktienfonds Pictet-Robotics. Er wurde Ende 2015 aufgelegt und hat seitdem ebenfalls gut 40 Prozent an Wert zugelegt. Andere Fondgesellschaften wollten da nicht länger abseits stehen und schickten ihrerseits entsprechende Publikumsfonds ins Rennen. Im Juni legte Bantleon einen globalen Technologiefonds auf, der neben Robotik auf Themen wie Big Data und Kommunikationstechnik setzt.

Und Anfang des Jahres stellte Axa Investment Managers ihren Axa World Funds Framlington Robotech ins Schaufenster. Seitdem fließt reichlich Anlagekapital zu. Bereits im Mai überschritt das Sondervermögen die Marke von 100 Millionen US-Dollar. „Robotik wird in den kommenden Jahren einen spürbaren Einfluss auf die Gesellschaft entfalten, und dank zahlreicher neu gelisteter kleiner und mittelgroßer Unternehmen vermuten wir, dass sich konstant neue Investmentgelegenheiten eröffnen werden“, ist Fondsmanager Tim Riley überzeugt. Er verteilt das Geld der Anleger auf ein Portfolio von 40 bis 60 Unternehmen aus den Sektoren Industrie, Fertigung, Technologie, Gesundheit sowie Robotik- und Automatisierungslösungen.   

Ideal als Depotbeimischung

Offenbar müssen Robotik-Fonds sich breit positionieren, sprich auch in verwandte Branchen investieren, weil reinrassige Automatenbauer wie Kuka oder iRobot selten an der Börse anzutreffen sind. Aber wer weiß, vermutlich wird das eine oder andere Unternehmen, das dieses Jahr in Hannover seine kleinen oder großen Helfer vorgestellt hat, schon bald eine Notierung anstreben, um bei Investoren Geld für seine Wachstumspläne einzusammeln. Als Depotbeimischung jedenfalls sind die Automaten-Fonds interessant und finden bei renditeorientierten Anlegern Anklang.      

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