Pflege: So wollen Versicherer den Vertrieb stärken

Versicherungen von Michael Fiedler

Wie lässt sich die Verbreitung zusätzlicher Pflegevorsorge erhöhen? Während Hanse Merkur auf Kooperationen und kostenlose Angebote setzt, versucht es die Württembergische über verstärkten Online-Vertrieb.

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Stärkung vom Pflegevertrieb: Worauf Hanse Merkur und Württembergische setzen. pixabay / StockSnap

Zum 01. September hat die Hanse Merkur ihre Pflegetarife weiterentwickelt. Versicherte sollen bei ambulanten und stationären Tarifen eigene Schwerpunkte setzten und so den Beitrag reduzieren können. „Neu ist darunter auch ein Einsteigertarif für jüngere Menschen schon ab 5,18 Euro, der mit dem 49. Lebensjahr endet. Die Möglichkeit, im Leistungsfall die Versicherung beitragsfrei zu stellen, ist eine weitere kundenfreundliche Option, denn auch junge Menschen können bereits durch einen Unfall zum Pflegefall werden“, so HanseMerkur-Vorstand Eric Bussert.
Zudem setzten die Hanseaten auf Kooperation. Über die Deutsche Anwaltshotline bietet der Versicherer seinen Kunden und deren Familie die kostenfreie Erstellung von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen an.
Die Unterlagen können über ein Portal erstellt werden, für die Rechtssicherheit sorgt die Deutsche Anwaltshotline.

Württembergische: Zahnzusatz und PTG online

Auch die Württembergische Kranken setzt auf ein Online-Portal, bei dem der Nutzer selbst aktiv wird. Zahnzusatz- und Pflegetagegeldversicherungen können komplett online abgeschlossen werden. Nach Eingabe weniger Daten würde der Interessent ein Angebot erhalten, das mit allen nötigen vorvertraglichen Dokumenten zum Download bereitsteht, so der Versicherer. Um den Vertrag abzuschließen, ist die Online-Signatur des Versicherten ausreichend.
Ein persönlicher Berater vor Ort kann auf Wunsch zugeordnet werde Zum Abschluss reiche die Online-Signatur des Kunden. Der Antrag wird elektronisch an die Württembergische übermittelt und unmittelbar verarbeitet. Als Bestätigung für den erfolgreichen Abschluss erhält der Kunde eine E-Mail und die Police direkt per Post zugesandt. Auf Wunsch wird ihm ein Berater für seine persönliche Betreuung vor Ort zugeordnet. Dadurch können auch bereits bestehende Vermittlerverbindungen berücksichtigt werden.