Vertrauensvorschuss für Betriebsrenten

Berater von Martin Thaler

Das Vertrauen der Deutschen in die gesetzliche Rente ist gering. Grund genug also, privat oder betriebliche vorzusorgen - das Sicherheitsempfinden der Deutschen gegenüber diese Vorsorgeformen ist nämlich hoch.

Betriebsrenten halten viele Deutsche für sicher.

Betriebsrenten halten viele Deutsche für sicher. Foto: pixel2013 - Pixabay.de

Allen Reformen und Reformversprechen zum Trotz – das Vertrauen der Deutschen in die staatliche Rente schwindet. Einer Umfrage des Beratungsunternehmens Aon Hewitt zufolge, halten nur noch 26 Prozent der Deutschen die gesetzliche Rente für sicher bzw. sehr sicher. Das sind weitaus weniger als die Zahl der Menschen, die gesetzliche Rente für nicht sicher hält: 43 Prozent.  

Höher ausgeprägt ist stattdessen das Vertrauen in die betriebliche Altersversorgung (38 Prozent halten diese für sicher) sowie in die Privatvorsorge (45 Prozent). Hierunter zählen die Umfrage-Initiatoren jedoch nicht nur Lebensversicherungen oder Riester-Produkte, sondern eben auch die eigene Immobilie.

In der vergangenen Woche war eine Studie der PSD-Bank veröffentlicht worden, die sich mit Teilen dieser Umfrage deckte. Demnach sehen viele Deutsche die private Immobilie als gute Altersvorsorge – zumindest wenn diese Immobilie in einer Großstadt liegen. Hier glauben nämlich knapp 70 Prozent der Befragten, dass hier die Preise auch in Zukunft weiter steigen werden.  

Die betriebliche Rente sowie die Privatvorsorge werden jeweils von nur 25 Prozent der knapp 1.000 Befragten als unsicher betrachtet – das ist wesentlich weniger als bei der gesetzlichen Rente.   Bei Aon Hewitt hebt man insbesondere den Vertrauensgewinn der Betriebsrenten hervor. „Offensichtlich ist es gelungen, mit den Betriebsrenten eine tragfähige Säule der Alterssicherung aufzubauen. Unternehmen sind gut beraten, dieses Vertrauenskapital zu nutzen, das ihnen hilft, qualifizierte Mitarbeiter an sich zu binden”, erläuterte Fred Marchlewski, Geschäftsführer von Aon Hewitt die Untersuchung.

Insbesondere bei der Nachwuchsgewinnung sollten Unternehmen auf die betriebliche Altersversorgung setzen, so Marchlewski – schließlich beschäftigen sich laut der Umfrage bereits drei Viertel der 25- bis 34-Jährigen mit dem Thema Altersversorgung.

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