Solvency II: Die Netto-Quoten der Lebensversicherer

Top News Versicherungen LV-Check von Florian Burghardt

Einen Teil dieser Aussagen weist das Unternehmen auf procontra-Nachfrage entschieden zurück. „Die Debeka Lebensversicherung hat von keinem der genannten Versicherer eine Nachranganleihe gezeichnet“, betonte ein Sprecher des Unternehmens. Die Aussage des BdV sei falsch. Vielmehr wurden nachrangige Namensschuldverschreibungen an eine Vielzahl von privaten und institutionellen Investoren aus verschiedenen Branchen ausgegeben. Dies sei ein „absolut übliches Instrument im Kapitalmanagement von Banken und Versicherungen.“

Der Anteil an den gesamten Kapitalanlagen sei zudem verschwindend gering, so der Sprecher weiter. Die Debeka Lebensversicherung würde jährlich durch hohe Kapitalerträge und geringe Kosten Überschüsse von rund einer Milliarde Euro erwirtschaften. Der Sprecher betonte zudem, dass die aufsichtsrechtlich relevante Quote bei 322 Prozent liege und die Debeka ihre eingegangenen Garantieverpflichtungen auch bei anhaltend niedrigen Zinsen dauerhaft erfüllen könne.

Vollständige Liste

Beim Vergleich der Solvenzquoten muss unter anderem auch beachtet werden, ob die Versicherer zur Berechnung das Standardmodell nach Solvency II verwendet oder sich einem partiellen beziehungsweise eigenen Modell bedient haben. Dies ist laut PKV-Wiki immerhin bei 11 Unternehmen der Fall. Die vollständige Liste aller von dem Info-Portal berechneten Netto-Quoten sowie Zusatzinformationen zur Bedeutung der Zahlen finden sich über diesen Link.

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