Nach softfair: Fonds Finanz kauft nächstes IT-Haus

Berater von Florian Burghardt

Erst kürzlich hatte der Maklerpool Fonds Finanz das IT-Unternehmen softfair übernommen und damit für viel Aufsehen in der Branche gesorgt. Nun folgt mit dem Software-Hersteller VorFina der nächste Streich.

Sind ab jetzt Partner: Fonds Finanz-Chef Norbert Porazik (links) und VorFina-Geschäftsführer Philip Offergeld.

Sind ab jetzt Partner: Fonds Finanz-Chef Norbert Porazik (links) und VorFina-Geschäftsführer Philip Offergeld. Bild: Fonds Finanz

Fonds Finanz, der nach Provisionserlösen größte deutsche Maklerpool, arbeitet anscheinend am Erhalt und Ausbau seiner Spitzenposition. Nachdem die Münchener erst im Mai den Hersteller für Versicherungs-Vergleichssoftware softfair gekauft hatten, kommt es nun zur nächsten Übernahme im IT-Bereich.

Wie Fonds Finanz heute mitteilte, wurde die VorFina GmbH – Institut für Vorsorge und Finanzen mit Wirkung zum 21. August 2017 übernommen. Neuer Eigentümer ist die Finanzsoft GmbH, welche die beiden Fonds Finanz-Eigner Norbert Porazik und Markus Kiener vor wenigen Monaten extra für die softfair-Übernahme gegründet hatten.

Zukauf soll Lücken schließen

Zum Kaufpreis wollte Fonds Finanz keine Angaben machen. Wohl aber zu den Effekten, die man sich durch die VorFina-Übernahme verspricht. So sollen die VorFina-Technologien über entsprechende Schnittstellen mit den bereits bestehenden Programmen von softfair und Fonds Finanz verbunden und weiterentwickelt werden. Ziel sei es, eine ganzheitliche Analyse-, Beratungs- und Vergleichsplattform zu entwickeln.

„VorFina stellt die perfekte Ergänzung zu softfair dar. Das Unternehmen bietet insbesondere zu den Themen Finanzanalyse und Apps am Markt etablierte Vertriebslösungen“, erklärte Norbert Porazik auf procontra-Nachfrage.

Seinen über 27.000 Vertriebspartnern will der Maklerpool durch die Übernahme den Zugang zu einer ganzheitlichen, softwaregestützten Bedarfsanalyse für die Endkundenberatung ermöglichen. „Bislang fehlte uns eine Finanzanalyse und ein Lückenrechner“, so Porazik. Diese Lücken sollen durch den Zukauf geschlossen werden.

Fast 70 Prozent Zuwachs geplant

VorFina verfügt bei seinen Beratungstools und IT-Dienstleistungen über rund 6.000 Lizenznehmer, darunter Makler, Mehrfachagenten, Ausschließlichkeitsvertreter und Strukturvertriebe von Versicherungsgesellschaften. Durch die neue Zugehörigkeit soll diese Zahl bereits bis Ende des Jahres auf 10.000 ausgebaut werden, lautet das erklärte Ziel.

Die Marke VorFina soll dabei erhalten bleiben, wie die neuen Eigentümer gegenüber procontra bestätigten. Der bisherige Inhaber und Geschäftsführer von VorFina, Philip Offergeld, wird auch weiterhin die Geschicke des Unternehmens lenken. Auch alle bisherigen Mitarbeiter sollen ihre Jobs behalten.

Weitere Übernahmen schließt Porazik nicht aus: „Wenn sich eine aus strategischer Sicht günstige Gelegenheit ergibt, werden wir auch weitere Zukäufe in Betracht ziehen.“

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