Makler, verlasst euch nicht blind auf Vergleichs-Anbieter!

Berater von Michael Fiedler

Wie setzen Makler Vergleichsangebote im Arbeitsalltag ein? Gelingt es den Vergleichern, die Prozesse im digitalen Maklerbüro zu vereinfachen? Diesen und ähnlichen Fragen widmete sich eine aktuelle Studie der Deutschen Versicherungsbörse (dvb).

Makler: kein blindes Vertrauen in Software

Makler sollten sich nicht blindlings auf die Ergebnisse von Vergleichern verlassen. Eine dvb-Umfrage zeigt, welche Probleme Makler bei Vergleichern sehen. Fotolia / Sergey Nivens

„Diese Marktstudie ist keine Hitliste der verschiedenen Vergleicheranbieter“, stellt Friedel Rohde, Geschäftsführer der dvb, klar. „Diesmal haben wir keinen Award vergeben, denn Unternehmensgröße, Nutzeranzahl, Anzahl der durchgeführten Vergleiche oder weitergereichte Anträge waren nicht Gegenstand der Untersuchung“.
Vielmehr sollte herausgefunden werden, welche Erwartungen Anwender haben, welche Erfahrungen sie machen und wie letztendlich die Prozessoptimierung zwischen Versicherer, Vergleicherer und Makler funktioniert.

„Wir hatten die Makler auch gebeten, die einzelnen Vergleicher zu benoten. Diese Auswertung war aber schwierig und die Ergebnisse müssen relativ gesehen werden, denn die Makler nutzen die Vergleicher für unterschiedliche Zwecke. Außerdem ist die Qualität innerhalb der Vergleichsprogramme bei den Sparten teilweise sehr unterschiedlich“, so Rohde.

Klassische Vergleicher untersucht

Untersucht wurden in erster Linie die klassischen Vergleichsrechner. „Darunter verstehen wir Anbieter, die im Markt frei zugänglich sind und die einen umfassenden Marktüberblick in einer oder mehreren Sparten bieten sowie eine vollständige Abdeckung verkaufsoffener Tarifprodukte auf dem Markt anstreben“, grenzt Rohde diese Anbieter gegenüber der anderen Gruppe der Konzept- und Spezial-Vergleicher ab. „Hierbei handelt es im Regefall um Pools, die exklusive Versicherungskonzepte und/oder nur eine nach bestimmten Kriterien beschränkte Anzahl von Tarifen vergleichen, wie z.B. den Leistungsumfang“, ergänzt Rohde.

Gefragt wurde beispielsweise:

  • Welche Vergleicher setzen die Makler in welchen Sparten und in welchen Fällen ein?
  • Was ist die Motivation für die Nutzung der Vergleicher und wann verzichten Makler auf deren Nutzung, um z.B. den Tarifrechner des VU zu nutzen?
  • Wie ist der Funktionsumfang und die technische Anbindung der Vergleicher an das MVP und der Workflow zu den Versicherern (Prozessautomatisierung)?
  • Sind den Maklern Fehler in den Ergebnissen aufgefallen und wie zufrieden sind sie mit den Vergleichern?
  • Gab es Haftungsfälle aufgrund fehlerhafter Berechnungen?

Seite 1: Klassische Vergleicher untersucht
Seite 2: Auch Vergleicher machen Fehler

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare