BVK vs. Check24: Noch immer nicht das letzte Wort?

Berater Top News von Florian Burghardt

Im Rechtsstreit des BVK gegen Check24 liegt jetzt auch das schriftliche Urteil vor. Für das Vergleichsportal geht es nun um Änderungen in den Bereichen Befragung, Beratung und Erstinformation. Doch auch eine Prozessfortsetzung ist noch möglich.

In der Check24-Zentrale in München prüft man derzeit das schriftliche Urteil des OLG.

In der Check24-Zentrale in München prüft man derzeit das schriftliche Urteil des OLG. Bild: Picture Alliance

Fast zwei Jahre sind vergangen, seit der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) Klage gegen die Check24 Vergleichsportal für Versicherungsprodukte GmbH eingereicht hat. Nun liegt die schriftliche Urteilsbegründung zur Entscheidung des Münchener Oberlandesgerichts im Berufungsverfahren vor.

Darin geht das Gericht noch einmal ausführlich – laut dem BVK umfasst die Begründung rund 50 Seiten – auf die Punkte ein, in denen das Angebot von Check24 den Vorschriften des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) und der Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV) nicht genügt.

So bestätigte das OLG im April die Entscheidung der Vorinstanz, wonach das Vergleichsportal seinen Nutzern tiefergehende Fragen stellen muss, um online ausreichend zu beraten. Beispielsweise müsse bei einer Studentenwohnung klarer ermittelt werden, ob für diese eine eigene Hausratversicherung benötigt wird oder ob sie über die Police der Eltern abgedeckt ist. Zu diesem und ähnlichen Punkten hatte Check24 bereits im Laufe des Verfahrens technische Änderungen durchgeführt.

Seite 1: Das schriftliche Urteil liegt nun vor
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