Assekurata mit düsterer LV-Prognose

Versicherungen Top News von Florian Burghardt

Das Niedrigzinsumfeld sorgt für Wachstum bei den moderneren LV-Produkten wie der Neuen Klassik, wobei Assekurata selbst diesen zuletzt kein gutes Zeugnis ausgestellt hatte. Auch fondsgebundene Policen verzeichnen steigende Nachfrage, wie unter anderem das Beispiel der Allianz Deutschland zeigt.

Anleger haben zudem seit diesem Jahr die Möglichkeit, sich noch etwas genauer über die finanzielle Stabilität ihres Lebensversicherers zu informieren. Die neu eingeführte Pflicht zur Mitteilung der Solvenzquoten im Rahmen des neuen Eigenkapitalregimes Solvency II polarisiert in der Branche jedoch sehr stark. Während beispielsweise die BaFin die Solvenzberichte der Versicherer durchaus positiv beurteilt, können aus Sicht der Verbraucherschützer vom Bund der Versicherten gerade einmal 16 er 84 Lebensversicherer überzeugen.

Die korrekte Interpretation und Vergleichbarkeit der Quoten würde zudem für Probleme sorgen, vor allem bei den viel beachteten Lebensversicherern. „Hier konnten wir insbesondere bei den Solvenzquoten große Unterschiede zwischen den Versicherern feststellen“, so Assekurata-Geschäftsführer Dr. Reiner Will. So liegen diese zwischen etwas über 100 Prozent bis weit über 1.000 Prozent.

Dies ist die Folge der Inanspruchnahme von Übergangsmaßnahmen und Volatilitätsanpassungen, wodurch die Brutto-Solvenzquoten erhöht wurden. Rechnet man diese heraus, so ergeben sich teilweise enorme Abweichungen von Brutto- und Nettoquoten der Unternehmen, beispielsweise bei den privaten Krankenversicherern.

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