Versicherungs-Boom: In diesen Ländern müsste man Makler sein

Versicherungen von Florian Burghardt

Laut der Sigma-Studie stagnierten in 2016 die Versicherungsbeiträge in den entwickelten Märkten, die vor allem durch Nordamerika und Westeuropa geprägt sind. Dies betrifft vorrangig den Leben-Sektor (minus 0,5 Prozent). Im Nicht-Leben-Geschäft wurde immerhin noch ein Wachstum von 2,3 Prozent erzielt.

Ganz anders die Schwellenländer. Auch ohne China kamen die dortigen Nationen, wie Indien, Indonesien und Vietnam auf ein überdurchschnittliches Leben-Wachstum von 5,7 Prozent. Im Nicht-Leben-Sektor reichte es ohne den Wachstumsmotor China aber nur für ein Plus von 1,7 Prozent.

Prognose

Die Swiss Re erwartet zukünftig ein leichtes Prämienwachstum bei den entwickelten Märkten im Leben-Sektor und ein weiter stark ausgeprägtes bei den Schwellenländern, vor allem in Asien. Sie drängen auch auf die entwickelten Märkte, um Know-how zu erwerben und große Prämienpools zu erschließen. Besonders in Westeuropa werden die Lebensversicherer die Neuausrichtung ihres Geschäftsmodells fortsetzen. Es werde allerdings noch dauern, bis sich die Verlagerung des Fokus von kapitalbildenden Produkten auf die Risikoversicherung in Gewinnen niederschlagen wird, so die Studienautoren. 

Eine insgesamt schwächere Entwicklung wird für den Nicht-Leben-Sektor prognostiziert. Eine sichtbare Verbesserung wird in Nordamerika erwartet. In Westeuropa werde es aufgrund der nur moderaten Konjunkturerholung „träge“ vorangehen. Die Schwellenländer werden etwas langsamer weiterwachsen als bisher. In Ozeanien dürfte das Prämienwachstum aufgrund schwacher Entwicklung in den gewerblichen Versicherungsparten langsam bleiben. 

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