Versicherungs-Boom: In diesen Ländern müsste man Makler sein

Versicherungen von Florian Burghardt

Die weltweiten Versicherungsprämien erhöhten sich 2016 um etliche Milliarden. Für das Wachstum sorgte aber ein Land fast im Alleingang, besagt die aktuelle Sigma-Studie der Swiss Re. Sie wagt auch eine Prognose für die (Nicht-)Lebensversicherung.

Besonders in einem Land kann man sich als Versicherungsvermittler momentan eine goldene Nase verdienen.

Besonders in einem Land kann man sich als Versicherungsvermittler momentan eine goldene Nase verdienen. Bild: langll/Pixabay

Weltweit geben die Menschen immer mehr Geld für Versicherungen aus. In 2016 waren es fast 140 Milliarden US-Dollar mehr als im Jahr zuvor. Somit betrug das Gesamtvolumen der gebuchten Erstversicherungsprämien 4,732 Billionen US-Dollar. Allerdings ging das Wachstum gegenüber 2015 zurück und lag real (währungskursbereinigt) bei 3,1 Prozent (2015: 4,3 Prozent).

Diese Erkenntnisse gehen aus der aktuellen Sigma-Studie des Schweizer Rückversicherers Swiss Re hervor für welche die Prämieneinnahmen von privaten und staatlichen Versicherungsunternehmen aus 147 Ländern analysiert wurden.

Der Nicht-Leben-Sektor wuchs um 3,7 Prozent (2015: 4,2 Prozent) und damit stärker als der Lebensversicherungsbereich mit 2,5 Prozent (2015: 4,4 Prozent). Mit 2,115 Billionen US-Dollar wurde für Kranken, Komposit und Co aber immer noch deutlich weniger ausgegeben als für Leben-Policen (2,617 Billionen US-Dollar).

Reich der Mitte ganz oben

Globaler Wachstumstreiber ist China. Im Reich der Mitte boomt vor allem das Geschäft mit traditionellen Lebensversicherungen. „Der Umsatz profitierte von einer weiteren Liberalisierung der Zinspolitik sowie Maßnahmen der Regierung zur Förderung von Risikoschutzprodukten“, so die Studienautoren.

Betrachtet man das weltweite Wachstum von 2,5 Prozent im Lebensversicherungsbereich, so entfielen davon 2,4 Prozent auf China. Alle anderen Länder erzielten zusammengenommen – eingerechnet auch Reduzierungen wie beispielsweise im Raum Ozeanien oder manchen asiatischen Ländern – den restlichen Zuwachs von 0,1 Prozent.

Ähnlich verhält es sich im Nicht-Leben-Sektor, in dem China seine Prämieneinnahmen um 20 Prozent gegenüber 2015 steigern konnte. Damit liegt das bevölkerungsreichste Land der Welt mit 466 Milliarden US-Dollar auf Rang drei der Länder mit den höchsten Einnahmen an Versicherungsprämien und hat nur noch Japan (471 Milliarden) und die USA (1,350 Billionen) vor sich. Im Jahr 2000 stand China noch auf Platz 16 dieser Rangliste. In einer ähnlichen Untersuchung durch die Allianz kommt Deutschland weltweit auf die sechsthöchsten Prämieneinnahmen.

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