Versicherungen müssen bei Altersvorsorge liefern

Versicherungen von Martin Thaler

Das Thema Bürgerversicherung wird unter schwarz-gelber Regierungsbeteiligung indes nicht thematisiert werden – sollte allerdings eine andere Parteienkoalition die Regierungsverantwortung in Berlin übernehmen, könnte der Druck auf die privaten Krankenversicherer allerdings zunehmen.  

Aufatmen können aus Sicht der Instinctif-Analysten indes Vermittler. Durch die Verabschiedung des IDD-Umsetzungsgesetzes sei „der Druck aus dem Kessel“. Gesetzesinitiativen, die Makler in ihren Vergütungsformen einschränken, seien von Union und SPD vorerst nicht zu erwarten. Beide wollen zwar die Honorarberatung stärken, bleiben bei der Frage nach dem wie allerdings vage. Allerdings sehen die Instinctif-Analysten Versicherer und Vermittler allerdings in der Bringschuld, „Transparenz und Qualität zu belegen und Nettopolicen als echte Alternative im Markt zu etablieren“. Ansonsten würden der Vermittlerbranche schmerzhafte Eingriffe drohen.  

Wahrscheinlich ist hingegen die Einführung einer zentralen Plattform, die den Menschen Auskunft gibt über den jeweiligen Stand der Altersvorsorge. Enthalten soll sie dabei Informationen zu gesetzlicher Rente, zur betrieblichen sowie zur privaten Vorsorge.

Zwar äußern sich nicht alle Parteien in ihren Programmen explizit zu diesem Thema – jedoch ist nach Ansicht der Analysten nicht davon auszugehen, dass sich eine Partei diesem Thema verweigern dürfte. „Anbieter und Vermittler von Finanzanlageprodukten sind also gut beraten, sich aktiv und konstruktiv an der Ausgestaltung der Pläne zu beteiligen“, so die Empfehlung der Instinctif-Analysten. 

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