Knip: Fusion nicht an Weggang von Just geknüpft

Berater von Michael Fiedler

Knip und die niederländische Komparu wollen künftig unter dem Namen „Digital Insurance Group“ eine europäische Plattform für das digitale Versicherungsgeschäft bilden. Wie das funktionieren soll und welche Rolle Knip-Gründer Dennis Just in Zukunft spielen wird, erklärt Ingo Weber im Kurzinterview mit procontra.

Ingo Weber Knip DIG Komparu

Sprach mit procontra über die Ursachen von Dennis Justs Weggang: Ingo Weber. Bild: verivox

procontra: Welche konkreten Erwartungen verbinden Sie mit der Fusion?

Ingo Weber: Es gibt sehr viele Synergien zwischen den beiden Unternehmen. Komparus marktführende Transaktionsplattformen und B2B Erfahrung komplementieren unser Geschäftsmodell und unterstützen die weitere Automatisierung und Ausweitung unseres Geschäfts. Auf der anderen Seite hat Knip einen B2C brand, ein starkes Netzwerk von Versicherungspartnern und eine Kundenbasis in Deutschland und der Schweiz.

procontra: Es ist von Fusion, Partnerschaft und neuer Plattform die Rede. Wie wird das Innenverhältnis von Knip, Komparu und DIG genau aussehen?

Weber: Beide Marken werden bestehen bleiben, die Transaktion bedeutet auch keine Änderung für unsere Kunden. Wir bieten unseren Kunden wie gewohnt eine erstklassige Versicherungsberatung auf allen Kanälen, sei es per App, Chat, mobil, E-Mail oder per Telefon. DIG ist die neue Holding Gesellschaft mit einem Management-Team, welches das Wachstum von Knip und Komparu vorantreiben wird. Knip ist dabei unser B2C brand, Komparu fokussiert sich auf das B2B Geschäft.

procontra: Knip kämpfte zuletzt mit einbrechenden Downloadzahlen und dem Abgang wichtiger Führungskräfte. Konnte Knip die Erwartungen der Investoren nicht erfüllen? Können Sie das in Zahlen ausdrücken?

Weber: Aufgrund der Reduzierung der Marketinginvestitionen sind die Download-Zahlen massiv gesunken. Wir hatten mehr als 700.000 Downloads und unser Fokus lag darin, das Angebot für unsere bestehenden Kunden und die „Customer Experience“ zu optimieren. Somit gelang uns auch eine starke Erhöhung der Umsätze mit unseren Kunden.
Die Fusion mit Komparu wurde von unseren bestehenden Investoren finanziell begleitet.

procontra: Wie kam es zu dem Abgang von Dennis Just? War das Zustandekommen der Partnerschaft an seinen Weggang geknüpft?

Weber: Dennis hat die Gruppe verlassen um künftig anderen Interessen nachzugehen. Er ist weiterhin als Gesellschafter an der neuen Gruppe beteiligt.

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