Elementar: Auch ZÜRS-Zonen 3 und 4 brauchen Schutz

Berater von Florian Burghardt

Wie der GDV erklärt, befinden sich gut 90 Prozent der 21,3 Millionen erfassten Gebäude in Deutschland in der GK1 und etwa 7,5 Prozent in der GK2. Weitere 220.000 Gebäude liegen in der GK3, in der, laut Statistik, mindestens einmal alle 10 bis 100 Jahre ein Hochwasser droht.

„Insgesamt sind in Deutschland gut 99 Prozent der Gebäude problemlos gegen Überschwemmungen und Starkregen versicherbar. Auch die verbleibenden, besonders gefährdeten Häuser in der Gefahrenklasse 4 können fast alle mit Selbstbehalten oder nach individuellen baulichen Schutzmaßnahmen versichert werden“, so eine Sprecherin des Gesamtverbands.

Schutz fast für alle möglich

Bereits ein Viertel aller Häuser aus der GK4 seien bereits gegen Hochwasser versichert. Laut Angaben des GDV könnten aber noch wesentlich mehr Hausbesitzer eine entsprechende Police abschließen. Sofern sich noch mehr Bundesländer dem bayerischen Modell anschließen, könnte das auch immer notwendiger werden. Der Freistaat hat beschlossen, ab Juli 2019 keine finanziellen Hilfen mehr an Flutopfer zu zahlen, wenn diese eine Versicherung hätten abschließen können.

Der GDV verweist auf eine Analyse der Zeitschrift Finanztest, wonach Elementarschutz „für Häuser in stärker gefährdeten Gebieten“ für Beiträge in Höhe von 200 bis 300 Euro jährlich abgeschlossen werden kann. Eine komplette Hausratversicherung inklusive Elementarschutz für ein Objekt mit 100 Quadratmetern in der GK4 gibt es laut Check24 ab einem Jahresbeitrag von rund 130 Euro.

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