BaFin sieht bei Solvenzberichten Licht und Schatten

Versicherungen Top News von Martin Thaler

Weiterhin erklärte die BaFin, dass die durchschnittliche Solvenzquote der 84 untersuchten Lebensversicherer bei 344 Prozent lag. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 283 Prozent. Den verbesserten Wert erklärte die BaFin unter anderem mit der leichten Erholung des Zinsniveaus und dem Anstieg der Aktienmärkte. Die höchste Solvenzquote lag dabei bei 3.560 Prozent, die niedrigste bei 117 Prozent.   13 Unternehmen musste, um die Solvenzanforderungen (Solvenzquote von 100 Prozent) erfüllen zu können, Übergangsmaßnahmen anwenden.

 Deren Kapitallücke summierte sich Ende Dezember 2016 auf 1,56 Milliarden Euro. 29 Unternehmen mussten im Berichtsjahr einen Maßnahmenplan vorlegen, da sie ohne Anwendung von Übergangsmaßnahmen zumindest zwischenzeitlich keine ausreichende SCR-Bedeckung sicherstellen konnten. Ein Unternehmen musste gar einen Sanierungsplan nach § 134 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) vorlegen. Das Unternehmen könne mittlerweile allerdings wieder die Auflagen erfüllen, heißt es von Seiten der BaFin.  

Von den 175 unter die BaFin-Aufsicht fallenden Schadens- und Unfallversicherern konnten alle eine ausreichende Solvenzquote vorweisen. Die durchschnittliche SCR-Quote betrug 286 Prozent.  Die höchste Solvenzquote lag bei 742 Prozent, die niedrigste bei 125 Prozent. Bei den 40 berichtspflichtigen Krankenversicherern lag die durchschnittliche Solvenzquote bei 432 Prozent. 

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