S&K: K. akzeptiert Urteil nicht

Sachwerte Top News von Martin Thaler

Zu 8 1/2 Jahren Haft hatte ein Gericht S&K-Gründer Jonas K. im März verurteilt. Dieses Strafmaß ist K. allerdings zu hoch - er legte Revision ein. Bei einer Neuverhandlung kann K. nur gewinnen.

Jonas K., einer der beiden Firmengründer, wurde im März dieses Jahres zu 8 1/2 Jahren Haft verurteilt. Gegen dieses Urteil geht K. nun vor.

Jonas K., einer der beiden Firmengründer, wurde im März dieses Jahres zu 8 1/2 Jahren Haft verurteilt. Gegen dieses Urteil geht K. nun vor. Foto: dpa

Ende März war das Urteil gefallen: Die S&K-Gründer Stephan S. und Jonas K. sollten wegen Untreue für jeweils 8 ½ Jahre in Haft, abzüglich der bereits verbüßten vier Jahre in Untersuchungshaft.  

Doch diese Strafe erscheint Jonas K. offenbar als zu hoch. Wie die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Frankfurt berichtet, hat Jonas K. Revision gegen das Urteil eingelegt. Sein Kompagnon Stephan S. hingegen hat das Urteil akzeptiert.  

Da die Staatsanwaltschaft bereits auf eine Revision verzichtet hat, kann das Urteil nur besser, nicht aber schlechter für Jonas K. ausfallen. K., dessen Partyfotos von der Insel Ibiza gerade medial die Runde machen, könnte folglich mit einer geringeren Strafe rechnen.  

Zum Hintergrund: Die S&K-Gruppe hatte seit 2008 Immobilien gekauft und teurer weiterverkauft. Anlegern versprachen sie Renditen von über 100 Prozent. Über 11.000 Anleger glaubten dies und fielen dabei unter anderem auf gefälschte Immobiliengutachten herein, die einzelne Gebäude weit zu hoch bewerteten. Rund 240 Millionen gingen Anlegern auf diese Weise verloren.  Ein Teil dieses Geldes hatten die Firmengründer für ihren protzigen Lebensstil verwendet, anstatt es anzulegen.  

Im Prozess hatte die Staatsanwalt nach einer Verhandlungsdauer von zwei Jahren auf den Vorwurf des schweren und bandenmäßigen Betrugs verzichtet, um den Prozess schneller abschließen zu können. Im Gegenzug hatten die Angeklagten die Ihnen zur Last gelegte Untreue gestanden. 

Nun scheint sich der Prozess doch fortzusetzen. 

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