Risikotarife beleben Neugeschäft der Württembergischen

LV-Check Top News von Martin Thaler

Die Württembergische konnte nach vier Geschäftsjahren wieder einen Neuzugang nach APE aufweisen. Verantwortlich dafür ist die Einführung einiger neuer Tarife.

Die Württembergische, Tochter der W&W-Gruppe, konnte im Neugeschäft wieder zulegen.

Die Württembergische, Tochter der W&W-Gruppe, konnte im Neugeschäft wieder zulegen. Foto: W&W

Die Württembergische Lebensversicherung kann beim Neugeschäft wieder punkten: Nach vier Jahren Geschäftsjahren, in denen der Neuzugang nach APE (laufender Beitrag + Einmalbeitrag/10) negativ ausfiel, konnte der Versicherer hier 2016 wieder ein Plus verzeichnen (1,24 Prozent).  

Dies lag vor allem an einem Zuwachs beim Geschäft nach laufendem Beitrag. Nachdem hier in den drei Vorjahren jeweils ein zweistelliges Minus verbucht worden war, konnte die Württembergische 2016 ein Plus von 4,33 Prozent ausweisen. Maßgeblich für dieses Wachstum sei die Einführung der Index-Rente  „Index-Clever“ im Juni 2016 sowie neuer Risikotarife im Januar 2016 gewesen, heißt es von der Württembergischen.

Großes Plus in Risikosparte

In der Sparte der Risikoversicherungen konnten die Süddeutschen dann auch um 7,12 Prozent zulegen, die Anzahl der Policen wuchs von knapp 146.000 auf 156.000. Bei den fondsgebundenen Policen gab es einen Zuwachs von 2,46 Prozent, in den übrigen drei Sparten fiel die Entwicklung indes negativ aus.  

Die negative Entwicklung im Einmalbeitragsgeschäft (- 4,27 Prozent) sei darüber hinaus bewusst in Kauf genommen worden, heißt es von Unternehmensseite: „Die Württembergische hat im Bereich der Einmalbeiträge aufgrund der Niedrigzinssituation im Jahr 2016 umsichtig agiert und den Bestand durch niedrige Überschüsse im Einmalbeitrag geschützt.“

Ausgewählte Bilanzkennzahlen im Überblick

Kennzahl20162015
Neuzugang nach APE152,54 Mio. €150,67 Mio. €
Bewertungsreserven3.425 Mio. €3.084 Mio. €
freie RfB-Quote55,64 %51,84 %
Verwaltungskostenquote2,74 %2,70 %
Abschlusskostenquote5,09 %5,51 %
Kapitalanlageergebnis1.113 Mio. €1.328 Mio. €
Zuführung zur Zinszusatzreserve ZZR)269,8 Mio. €363,6 Mio. €
ZZR in Relation zu Deckungsrückstellungen6,2 %5,1 %

Quelle: procontra LV-Check 2017 und 2016

 

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