Itzehoer übernimmt Rechtsschutzgeschäft der Alten Leipziger

Versicherungen von Martin Thaler

330.000 Verträge umfasst die Rechtsschutzsparte der Alten Leipziger. Die Oberurseler wollen sich nun auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Für Kunden und Vermittler soll sich durch den Verkauf nichts ändern.

Die Itzehoer Versicherung stellt sich im Bereich Rechtsschutz deutlich stärker auf.

Die Itzehoer Versicherung stellt sich im Bereich Rechtsschutz deutlich stärker auf. Foto: Itzehoer

Die Alte Leipziger verkauft ihre Rechtsschutzsparte einschließlich des Tochterunternehmens Rechtsschutz Union Schaden GmbH an die Itzehoer Versicherungen. Die Übernahme soll mit Wirkung zum 1. Januar 2018 erfolgen. Dies gaben beide Unternehmen nun bekannt. Noch muss der Kauf allerdings durch die deutsche Finanzaufsicht Bafin abgesegnet werden.  

Die Rechtsschutzsparte des Oberurseler Versicherers umfasst rund 330.000 Verträge. Durch deren Übernahme werden man „deutlich die Schwelle von einer Million Kunden überspringen“, teilten die Norddeutschen mit, die bislang vorwiegend im Bereich KfZ-Versicherungen Einnahmen erzielten. Die Zahl der Versicherungsverträge im Bereich Rechtsschutz war 2016 von 50.443 auf 51.864 Verträge gestiegen, die gebuchten Brutto-Beiträge erreichten 8,6 Millionen Euro (2015: 7,7 Millionen Euro). Zum Vergleich: Die 330.000 Verträge der Alten Leipziger sorgten für Bruttobeiträge von 67 Millionen Euro.  

Für die Kunden, die Rechtsschutzversicherungsverträge bei der Alten Leipziger haben, soll sich durch die Übernahme nichts verändern. „Die Schadensregulierung und alle anderen Serviceleistungen für Kunden und Vermittler werden auch in Zukunft durch die bewährten Mitarbeiterteams durchgeführt“, teilte die Alte Leipziger mit.  

Ebenfalls ein Argument für den Verkauf der Rechtsschutzsparte an die Itzehoer ist deren Garantie, die 87 am Standort München bestehenden Arbeitsplätze zu erhalten, teilte die Alte Leipziger mit. Die Oberurseler möchten sich nach eigener Auskunft verstärkt auf ihre Kerngeschäftsfelder konzentrieren. Hierbei sollen insbesondere erweiterte Absicherungen im Bereich der mittelständischen Gewerbekunden stehen.