IDD: Honorarannahmeverbot wackelt

Berater Top News von Martin Thaler

Die Anzeichen, dass es beim der IDD-Umsetzung noch zu maklerfreundlichen Änderungen kommt, verfestigen sich. Noch steht der offizielle Gesetzesentwurf allerdings aus.

Bei der IDD-Verabschiebung scheint es noch zu weitreichenden Änderungen zu kommen.

Bei der IDD-Verabschiebung scheint es noch zu weitreichenden Änderungen zu kommen. Foto: reginaspics - Pixabay.de

Die Gerüchte bestanden bereits seit vergangener Woche, nun scheinen sie sich zu bewahrheiten. Bei der IDD-Umsetzung scheinen SPD und CDU noch einmal nachgebessert zu haben – und zwar zugunsten der Makler.  

Zwar ist der überarbeitete Gesetzesentwurf noch nicht einsehbar, doch haben sich die Änderungs-Anzeichen aus Reihen der Koalition so verdichtet, dass nun auch der Branchenverband AfW öffentlich von weitgehenden Veränderungen am Ursprungsentwurf spricht.  

So solle Makler nicht mehr – wie ursprünglich vorgesehen - die Art und Weise ihrer Vergütung vorgeschrieben werden. Sie müssen sich folglich nicht mehr zwischen Honorar und Provision entscheiden.   Eine weitere entscheidende Änderung zeichnet sich auch im Bereich der Doppelbetreuungspflicht ab. Diese hätte dazu geführt, dass Versicherer verpflichtet gewesen wären, auch Kunden mit Maklervollmacht zu betreuen oder aber Makler zu beaufsichtigen. Dieser Punkt soll nun auch entfallen.  

"Guter Tag für alle Versicherungsmakler"

„Es ist ein guter Tag für unsere Mitglieder und alle Versicherungsmakler. Unser deutliches Eintreten für die Interessen der Versicherungsmakler hat in der Politik Gehör gefunden. Unsere Argumente wurden verstanden.“, bewertet AfW-Vorstand Frank Rottenbacher die Veränderung im Gesetzentwurf. Sowohl die Mobilisierung der Makler als auch das Rechtsgutachten von Professor Schwintowski hätten Wirkung gezeigt.

Gerade das Schwintowski-Gutachten, mit dem wir unsere Position zur Verfassungswidrigkeit des Provisionsgebotes untermauerten, war, neben unserer inhaltlichen Argumentation,  sicherlich mitentscheidend für die nun kommenden Änderungen“, bekräftigte dann auch AfW-Vorstand Norman Wirth.

Verabschiedet werden soll das Gesetz dann in zweiter und dritter Lesung im Bundestag in der kommenden Woche.  

Hinweis: Sobald der Gesetzesentwurf vorliegt, wird procontra diesen Text aktualisieren. 

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