Hannoversche: Makler pushen Risikosparte

LV-Check Versicherungen Top News von Matthias Hundt

Dass der Vertriebskanal der Makler besonders gut funktionierte, zeigt ein Blick auf die Provisionsentwicklung. Zudem war der Direktversicherer erfolgreich in der Wiederanlage.

Frank Hilbert, Vorstandssprecher der Hannoverschen

Frank Hilbert, Vorstandssprecher der Hannoverschen_Foto: Hannoversche

Drei Jahre in Folge fiel der Neuzugang nach laufendem Beitrag geringer aus. 2016 gelang nun der Turnaround. Die 50 Millionen Euro bedeuteten einen Zuwachs von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der gesamte Neuzugang nach APE (lfd. Beiträge + Einmalbeiträge/10) fiel mit 71 Millionen Euro (+6,6%) ebenfalls höher aus als im Vorjahr. „Schuld“ daran war die positive Entwicklung der Einmalbeiträge (+12,7%). „Die höchste Steigerung haben wir bei Kapitalversicherungen durch Wiederanlage bei den hohen Abläufen in 2016 erreicht“, erklärt Frank Hilbert, Vorstandssprecher der Hannoverschen, gegenüber procontra.

Provisionszahlungen steigen an

Das Kerngeschäft der Hannoverschen, die Risikosparte, war weiterhin das Zugpferd des Unternehmens. 80 Prozent der laufenden Neubeiträge entfielen auf das Risikogeschäft. Zwar ist der Direktvertrieb hier nach wie vor der Hauptabsatzkanal, doch ein Blick auf die Provisionsentwicklung zeigt, dass der Anteil der Vermittler wächst.
Nach rund 900.000 € (2014) und 200.000 € (2015) wurde in 2016 rund 3,5 Millionen Euro an Provisionen nach §92 HGB gezahlt. „Vermittler finden in unseren Risikoprodukten eine preisgünstige und leistungsfähige Alternative für ihr Portfolio. Wenn die Kunden über Vermittler unsere Produkte nachfragen, ist uns das genauso Recht, wie über den Direktkanal“, berichtet Hilbert. Er rechnet für 2017 mit einem weiteren Anstieg der Provisionen.

In der Folge stieg die Abschlusskostenquote beim Direktversicherer erstmals über 4 Prozent, da die absoluten Aufwendungen ( +7,8 %) stärker anstiegen als die Bezugsgröße der Neu-Beitragssumme (+4,8 %).

Ausgewählte Bilanzkennzahlen 

Kennzahl20162015
Neuzugang nach APE71 Mio. €66,6 Mio. €
Bewertungsreserven1.774 Mio. €1.704 Mio. €
freie RfB-Quote58,9 %59,4 %
Verwaltungskostenquote1,30 %1,26 %
Abschlusskostenquote4,01 %3,90 %
Kapitalanlageergebnis480 Mio. €380 Mio. €
Zuführung zur Zinszusatzreserve ZZR)189 Mio. €107 Mio. €
ZZR in Relation zu Deckungsrückstellungen7,0 %4,9 %
Provisionen nach § 92 HGB3,464 Mio. €0,186 Mio. €

Quelle: procontra LV-Check 2017 und 2016