Cyber-Attacken: Unternehmen rechnen mit mehr Schäden

Berater von Florian Burghardt

"WannaCry" war erst der Anfang. In Zukunft rechnet die Mehrheit der Unternehmen mit einer Zunahme von Cyber-Angriffen und Internetkriminalität. Trotzdem sind viele von ihnen kaum darauf vorbereitet. Wie Vermittler bei der Absicherung helfen können.

Die Anzahl der Cyber-Angriffe wird sich erhöhen, glauben fast alle Unternehmen. Dennoch sind viele schlecht darauf vorbereitet.

Die Anzahl der Cyber-Angriffe wird sich erhöhen, glauben fast alle Unternehmen. Dennoch sind viele schlecht darauf vorbereitet. Bild: geralt/Pixabay.com

Betriebsunterbrechungen, Datenverlust und genervte Kunden. Der globale Angriff durch die Schadsoftware „WannaCry“ hat Mitte vergangenen Monats vor allem Unternehmen hart getroffen. Dass es sich dabei eher um einen Auftakt als einen Höhepunkt zukünftiger Cyber-Attacken handelt, besagt nun eine Umfrage unter 590 Experten für IT-Sicherheit, durchgeführt vom eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.

So schätzen 95 Prozent der Befragten die Bedrohungslage durch Cyberkriminelle als wachsend oder sogar stark wachsend ein. Diesen Trend belegen auch die Zahlen der tatsächlichen Cyber-Sicherheitsvorfälle in den Unternehmen. Zwar verzeichneten 54 Prozent von ihnen im laufenden Jahr noch keinen Vorfall. In 2016 hatte dieser Wert aber noch bei 69 Prozent gelegen.

Von Backup bis Lösegeld

Einen Schaden durch Ramsonware, wozu auch „WannaCry“ gehört, hatten bislang 31 Prozent der Befragten in ihren Unternehmen. Dabei ist das Ausmaß der Schäden sehr unterschiedlich. Um die verlorenen Daten zurückzuholen, spielten 78 Prozent der Betroffenen ein Backup zurück. Der Schaden ließ sich so in den meisten Fällen auf einen temporären IT-Ausfall und den Datenverlust seit dem letzten Backup begrenzen.

Nur zehn Prozent der Betroffenen gelang es, die eigenen Daten wieder zu entschlüsseln. Drei Prozent zahlten sogar das geforderte Lösegeld, sieben Prozent hatten gar nicht reagiert und den Datenverlust hingenommen.

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