Verbraucherschützer schießen gegen Check24 & Co.

Berater Top News von Martin Thaler

Insgesamt fünf Vergleichsportale (Check24, Verivox, FinanceScout24, Biallo, Toptarif)  wurden im Hinblick auf die drei Finanzprodukte Giro-Konten, Ratenkredite und KfZ-Versicherungen untersucht. Nachvollziehen, ob der Produktvergleich den gesamten Markt abdecke, könne der Kunden indes bei keinem der fünf genannten Portale, so die Verbraucherschützer-Kritik. Auch fehle es an Transparenz, wie das Ranking überhaupt zustande gekommen ist bzw. wie das Geschäftsmodell des Portals überhaupt ausschaut. Erst vor kurzem hatte der Vermittlerverband BVK einen juristischen Sieg gegen Check24 errungen – in dem Streit war es unter anderem auch um den Vorwurf gegangen, Check24 mache nicht ausreichend genug deutlich, als Makler tätig zu sein.  

Der vzbv sieht nun die Politik in der Pflicht. Es bedürfe gesetzlich definierter Kriterien, wann Vergleichsportalbetreiber sich als objektiv und unabhängig darstellen dürfen. Hierzu gehören nach Ansicht der Verbraucherschützer auch die Finanzierung durch Provisionen sowie Affiliate Marketing.  

Mit ihren Forderungen schlagen die Verbraucherschützer in die gleiche Kerbe wie die Partei Bündnis 90/ Die Grünen, die im vergangenen Jahr einen entsprechenden Gesetzesentwurf eingebracht hatte. Hierin heißt es: „Derzeit können Verbraucherinnen und Verbraucher oft nur schwer erkennen, ob sie auf einer Vergleichsplattform sind, deren Ziel es in der Regel ist, Transparenz über den kompletten Markt herzustellen, oder auf einer Buchungsplattform, die nicht den gesamten Markt abbildet, sondern lediglich Angebote von einer bestimmen Auswahl von Anbietern auf Provisionsbasis vermittelt.“ 

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