Unternehmens-Rechtsschutz: Auswahl sollte immer der Makler besorgen

Berater Top News von Carla Fritz

Die Pakete für Gewerbetreibende und Selbstständige decken Rechtsrisiken rund um die Firma ab, außerdem Verkehrsrechtsschutz sowie Mietrechtsschutz für Werkstatt und Büroräume sowie für gewerblich und privat genutzte Grundstücke und Wohnungen. Das am Markt gängige Bausteinkonzept lässt eine Vielzahl von Varianten zu – noch einmal unterteilt in Basis, Standard und Komfort.

„Besser ein Komplettpaket und dafür lieber eine höhere Selbstbeteiligung nehmen.“ Dazu rät Heidekamp seiner Firmenkundschaft, „damit man, wenn es hart auf hart kommt, wirklich weitgehend lückenlos versichert ist. Denn innerhalb eines Schadenfalls überschneiden sich oft mehrere Rechtsgebiete.“

Nach der Kollision mit einem Radfahrer beispielsweise braucht der Autofahrer womöglich Rechtsschutz in einem Strafverfahren, aber gegebenenfalls auch rechtlichen Beistand, um eigene Schadensersatzansprüche durchzusetzen. Das ist aber jeweils über verschiedene Bausteine gedeckt. In ein solides Absicherungspaket gehört daher unbedingt auch der Spezialstrafrechtsschutz. „Das wird nicht selten vergessen.“   

Ärger mit zahlungsunwilligen Auftraggebern 

Hier ist dem Betrieb oft schon mit einem Inkassorechtsschutz für unstrittige Forderungen gedient. Gerade bei sehr hohen offenen Rechnungen im fünfstelligen Bereich kann sich nach seiner Einschätzung dieser Zusatzbaustein rentieren. Häufig schließt dieser auch die Bonitätsprüfung der Kunden des rechtsschutzversicherten Unternehmens ein. Je nachdem kommt auch Wirtschaftsmediation infrage.

Als eine Möglichkeit der außergerichtlichen Streitbeilegung lässt sie sich inzwischen bei einer ganzen Reihe von Gesellschaften über eine Rechtsschutzpolice finanziell absichern. Oftmals auch für Rechtsgebiete, die ansonsten nicht versicherbar oder grundsätzlich ausgeschlossen sind – wie etwa der Firmenvertragsrechtsschutz. Für Konflikte mit Vertragspartnern wie Kunden und Lieferanten aus schuldrechtlichen Verträgen gibt es am Markt nur sehr selten Risikoschutz.

„Irrtümlicherweise nehmen jedoch viele Betriebsinhaber an, dass vertragliche Streitigkeiten mit Auftraggebern und Lieferanten generell mitversichert sind“, weist der Makler aus Berlin aus eigenem Erleben auf einen wichtigen Punkt für das Kundengespräch hin. „Soll der Risikoschutz auch Werklohnforderungen umfassen, muss das zudem immer ausdrücklich mit der Gesellschaft vereinbart werden.“ Das sei im Verhältnis zum Risiko dann auch immer eine Frage des Preises. 

Warum gerade beim Internetrechtsschutz noch großer Nachholbedarf besteht  und welche Wartezeiten beim Versicherungsschutz zu beachten sind, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der procontra. 

Seite 1: "Wir reden hier nicht von Peanuts"
Seite 2: Wichtige Punkte fürs Kundengespräch

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