Studie: Senioren haben mehr Geld, wenn…

Berater von Florian Burghardt

Seit den 80er Jahren konnten Rentner ihre monatlichen Einkünfte deutlich steigern. Warum, das erklärt eine neue Studie. Jüngere hingegen gelten immer häufiger als arm. Um dies zu ändern, brauchen sie die Hilfe von Vermittlern.

Heutige Rentner profitieren zunehmend von ihrer, in jungen Jahren abgeschlossenen, Altersvorsorge.

Heutige Rentner profitieren zunehmend von ihrer, in jungen Jahren abgeschlossenen, Altersvorsorge. Bild: blickpixel/Pixabay.com

Allenthalben ist von drohender Altersarmut zu lesen. Dass diese allerdings weniger das Problem der jetzigen Rentner, sondern vielmehr das der heute jungen Generationen ist, hatte Sozialministerin Andrea Nahles Anfang des Jahres auf einer Veranstaltung betont.

Dies wird nun auch durch eine Studie des Instituts der deutsche Wirtschaft Köln (IW) auf Datenbasis des sozioökonomischen Panels bekräftigt. Sie offenbart, dass seit den 80er Jahren das Realeinkommen von Menschen ab 55 Jahren deutlich stärker angestiegen ist, als das der jüngeren Altersgruppen.

Besonders stark ausgeprägt ist dieser Trend in Westdeutschland. Dort konnte speziell die Altersgruppe der 65- bis 74-Jährigen von 1984 bis 2014 einen Einkommenszuwachs von 52 Prozent erzielen. Bei den unter 45-Jährigen lagen die Steigerungen hingegen zwischen 21 und 31 Prozent.

Armuts-Exit Altersvorsorge

Die positive Entwicklung für die heutigen Rentner beruht laut den Studienautoren auch darauf, dass sie frühzeitig die Notwendigkeit ergänzender Vorsorge erkannt haben. So machen private Renten beim oberen Einkommensdrittel bereits rund ein Zehntel der monatlichen Bezüge aus. Ihr Anteil hat sich dabei in 30 Jahren mehr als verdoppelt. Auch bei den Rentnern mit mittlerem und niedrigem Einkommen ist dieser Anteil gewachsen.

Parallel dazu gibt die Studie an, dass sich die Armutsquote bei jungen Menschen deutlich stärker erhöht hat, als bei älteren. Für die Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen liegt sie laut den aktuellsten Zahlen des IW bei 21 Prozent. Zwanzig Jahre zuvor waren es noch 12 Prozent gewesen. Wie eine andere Studie zeigt, ist es ohne die Ergreifung von Maßnahmen, beispielsweise dem Abschluss ergänzender Altersvorsorge, sehr unwahrscheinlich, sich jemals aus dieser Armut zu befreien.

Dies unterstreicht die große Bedeutung der ergänzenden Altersvorsorge zusätzlich zur gesetzlichen Rente. Auch die Bereitschaft zum Abschuss eines Vertrages ist bereits größtenteils vorhanden. Allerdings scheinen viele potentielle Kunden aufgrund ihrer Ahnungslosigkeit beim Thema Altersvorsorge besondere Ansprüche an die Beratung zu haben. Hier ist es Aufgabe des Vermittlers, sie entsprechend bei der Hand zu nehmen.

Die vollständige IW-Studie kann über diesen Link heruntergeladen werden. 

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