Provinzial Rheinland: Kostensenkung und „Neue Klassik“

Versicherungen von Florian Burghardt

Die Provinzial Rheinland hat in 2016 weniger Prämien verbucht als im Jahr davor. Dafür war besonders eine Sparte verantwortlich. Gegensteuern will sie nun mit dem Zukunftsprogramm "Plan P". Dieses sieht stramme Sparmaßnahmen vor.

Mit ihrem Zukunftsprogramm "Plan P" will die Provinzial Rheinland kommende Herausforderungen meistern.

Mit ihrem Zukunftsprogramm "Plan P" will die Provinzial Rheinland kommende Herausforderungen meistern. Bild: Provinzial Rheinland

Die Provinzial Rheinland Versicherungen haben ihre Geschäftszahlen für das 2016 präsentiert. Mit Blick auf die Beitragseinnahmen verzeichnete der zur Sparkassen-Finanzgruppe gehörende Versicherer einen Rückgang um 1,2 Prozent auf 2,706 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,739). Insgesamt stand für die Provinzial Rheinland Holding aber ein Gewinn von 89,4 Millionen Euro zu Buche, was einer Steigerung um 18 Prozent gegenüber 2015 entspricht.

Die beiden im Vorjahr prämienmäßig fast gleichgroßen Bereiche Sach und Leben (Sach 2015: 1,408 Milliarden Euro; Leben 2015: 1,332 Milliarden Euro) entwickelten sich in 2016 in verschiedene Richtungen.

Minus in Leben, Wachstum in Sach

So konnte die Provinzial Rheinland in der Sach-Sparte um 6,1 Prozent auf 1,493 Milliarden Euro wachsen. Zwar hatten die Düsseldorfer, wie auch die meisten anderen Sachversicherer, mit den Unwettern „Elvira“ und „Friederike“ zu kämpfen. Diese verursachten, hauptsächlich durch Starkregen, Bruttoschadenaufwendungen in Höhe von 26 Millionen Euro. Für weitere 43 Millionen Euro Schaden sorgte das Unwetter „Lea“. Dadurch stieg die Schadenkostenquote um 2,8 Prozentpunkte an, lag mit 91,5 Prozent aber immer noch deutlich unter dem Marktdurchschnitt von 96 Prozent.

Anders sah es in der Lebensversicherung aus. Hier verzeichnete die Provinzial Rheinland einen Prämienrückgang um 8,9 Prozent auf 1,213 Milliarden Euro. Als Grund nannte der Vorstandsvorsitzende, Dr. Walter Tesarczyk, vor allem die um fast 100 Millionen Euro geringeren Einmalbeiträge. Auch die laufenden Beiträge gingen um knapp 5 Prozent auf 45,9 Millionen Euro zurück.

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