IDD: Bundestags-Lesungen verschieben sich

Berater IDD Top News von Martin Thaler

Die öffentliche Anhörung nutzte der Vermittlerverband BVK noch einmal als Anlass, um sich öffentlichkeitswirksam zu positionieren. In einer Pressemitteilung lobte Verbandspräsident Michael H. Heinz den Gesetzesentwurf zu großen Teilen: „Im Großen und Ganzen sind wir jedoch mit der IDD-Umsetzung zufrieden. So begrüßen wir, dass Provisionen und Courtagen anerkannt wurden, ebenso die gesetzliche Verankerung des Provisionsabgabeverbotes und die Möglichkeit für Versicherungsmakler, Kunden, die nicht Verbraucher sind, gegen gesondertes Entgelt zu beraten“, so Heinz, schob dann allerdings hinterher: „Dies würde sich der BVK jedoch auch im Privatkundenbereich wünschen. Überhaupt sollten unserem Berufsstand flexible Vergütungsformen offenstehen.“ Auch wenn das der jetzige Gesetzesentwurf nicht vorsieht, machte sich Heinz für eine zügige Umsetzung des Gesetzes stark.  

Auch der AfW, für den Frank Rottenbacher an der Sitzung teilgenommen hatte, meldete sich per Pressemitteilung zu Wort. „Als AfW konnten wir die Besonderheiten des Maklerstatus schildern und deutlich machen, dass ein Honorarverbot für Makler falsch wäre“, fasste Rottenbacher das Ergebnis der 120 Minuten zusammen. Obwohl Branchenkennern die meisten Standpunkte der Sachverständigen bereits bekannt waren, wertete Rottenbacher die Sachverständigenberatung als sehr wichtig. Schließlich würden die Gespräche zwischen CDU/CSU und SPD jetzt erst beginnen.  

Ursprünglich hatte es gehießen, dass bereits an diesem Donnerstag und Freitag das Thema in zweiter und dritter Lesung vor dem Bundestag behandelt werden sollte. Das Thema taucht jedoch in den Tagesordnungen für die kommenden Tage nicht auf. Auf procontra-Nachfrage heißt es von der Pressestelle des Bundestages dann auch, dass das Thema in dieser Woche nicht mehr behandelt wird.  

Nächste Gelegenheit wäre dann die Sitzungswoche vom 19. bis zum 23. Juni – für diese Woche liegen die Tagesordnungen allerdings noch nicht vor. Noch haben die Abgeordneten also ein bisschen Zeit, die verschiedenen, an diesem Mittwoch gehörten Standpunkte zu verinnerlichen und eventuell zu berücksichtigen.

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