Demenz: Wer haftet für das Vergessen?

Berater Top News von Eike Schulz

Maklers Meinung:

Marlene Drescher, Versicherungsmaklerin: Schäden, die eine nach dem Gesetz deliktunfähige Person verursacht, ziehen keine gesetzliche Haftung nach sich und sind deswegen generell in der privaten Haftpflichtversicherung ausgeschlossen, sofern die Aufsichtspflicht nicht verletzt wurde. Dies ist für zum Beispiel demenz-erkrankte Erwachsene im Paragrafen 827 BGB geregelt. Natürlich haben sich heutzutage die Top-Tarife der Haftpflichtversicherer auch auf diese Situation eingestellt und die entsprechenden Klauseln bei Deliktunfähigkeit versicherter Personen mit in den Versicherungsschutz aufgenommen.

Doch Vorsicht, nicht bei allen Tarifen finden wir diesen in der heutigen Zeit sehr wichtigen Versicherungsschutz für unsere Kunden. Hier ist im Zuge der Bestandsarbeit zu prüfen, bei welchen Verträgen der Kunden entsprechend angepasst werden muss. 

Bei der Auswahl des Tarifs ist auch die Höhe der Versicherungssumme zu beachten, denn auch diese weicht je nach Tarif deutlich ab. Der Tarif XXL der InterRisk leistet hier zum Beispiel bis 100.000 Euro Versicherungssumme, das Vema-Konzept der BSG oder der HKD-„Einfach Komplett“ bis zur jeweiligen Deckungssumme der Privathaftpflicht. Auch dieses Beispiel macht sehr deutlich, wie wichtig die regelmäßige Bestandsarbeit und die damit verbundene Optimierung des Versicherungsschutzes unserer Kunden über die Jahre ist.

 

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