bAV-Reform: Zuschüsse in Zukunft für alle

Versicherungen von Martin Thaler

Bislang waren nur Arbeitgeberzuschüsse im Sozialpartnermodell verpflichtend vorgesehen. Nun soll diese Zuschusspflicht offenbar auf alle Durchführungswege ausgeweitet werden.

Arbeitgeber, Betriebsrenten, Zuschüsse

In Zukunft sollen alle Arbeitgeber zu Betriebsrenten-Zuschüssen verpflichtet werden. Foto: Pixabay

Am 1. Juni, also am Donnerstag dieser Woche soll sich der Bundestag – nach langem koalitionsinternem Ringen – mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz beschäftigen und diesem endlich zustimmen. In der vergangenen Woche waren bereits erste Berichte veröffentlicht worden, die besagten, dass das umstrittene Garantieverbot Bestand haben soll.  

Nun werden weitere Einzelheiten aus dem Gesetzentwurf kolportiert: So berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe, dass sich Arbeitnehmer ab 2019 auf Zuschüsse seitens ihrer Arbeitgeber freuen können, sollten sie sich zum Abschluss einer Betriebsrente entscheiden.  

Bislang hatte der Gesetzentwurf diese Zuschusspflicht der Arbeitgeber nur für das sogenannte „Sozialpartner-Modell“ vorgesehen – nun soll sie offenbar auch für die übrigen fünf Durchführungswege gelten. Wie der Spiegel weiter berichtet, sollen die Zuschüsse in Höhe von rund 15 Prozent des Sparbeitrages leisten müssen.  

Staatliche Zuschüsse

Eine weitere Neuerung gibt es darüber hinaus offenbar auch beim Thema staatliche Zuschüsse. So soll sich der Staat mit Zuschüssen an der Betriebsrente beteiligen, wenn das Monatsbruttoeinkommen unter 2.200 Euro liegt. Bislang war nur eine Grenze von 2.000 Euro vorgesehen – in Teilen der Koalition war jedoch auch eine Grenze von 2.500 Euro gefordert worden. Voraussetzung ist, dass die Arbeitnehmer mindestens Beiträge in Höhe von 240 bis 480 Euro einzahlen.  

Mit diesem Schritt versucht die Koalition gerade Geringverdiener zum Abschluss einer Betriebsrente zu motivieren. Gerade in dieser Gruppe ist die betriebliche Altersvorsorge noch relativ schwach verbreitet. 

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